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PostPosted: 2006-06-13 09:50:23
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Joined: 2006-06-13 09:50:23
Hallo,

ich habe einen Kofferradio von Philips. Der Radio hat vier
"Senderspeicher" (Potis zum Einstellen des Senders) die über
vier
Sensortasten gewählt werden können. Mein Problem ist, dass dieser
Radio,
je nach Wetterlage und Luftfeuchte, total verrückt spielt. So kommt es
vor, dass plötzlich mehrere "Kanäle" gewählt sind und
ein Einstellen so
unmöglich wird. In anderen Fällen kann ein Kanal einfach nicht
abgewählt
werden.

Offensichtliche Verschmutzung liegt nicht vor. Das Gerät ist im Inneren,
wohl auch dadurch, dass die Luftschlitze mit luftdurchlässigem Stoff
überdeckt sind, sehr sauber. Auch die Sonsortasten habe ich mehrfach
gereinigt. Verschmutzung als Ursache scheidet also aus.

Um diesem Problem Herr zu werden, würde ich die Empfindlichkeit der
Sensortasten gerne reduzieren oder einstellbar machen.

Die vier Sensortasten laufen alle auf einem MC14042B zusammen. Laut
Datenblatt ein "Quad Transparent Latch". Ist es möglich, dass
dieses
Teil unter anderem für die Speicherung des letzten Zustands der Tasten
verantwortlich ist?

Bevor die Sensortasten auf diesem IC zusammenlaufen, durchlaufen Sie
noch eine Reihe von Dioden, deren Schaltung ich bisher noch nicht so gut
überblicken kann (sieht irgendwie alles nach Gleichrichter aus, denn von
jeder Sensortasten gehen zwei gegenläufig gepolte Dioden weg). Teilweise
sind parallel zu den Dioden Widerstände geschaltet und von jeder
Sensortaste geht ein 100 kOhm Widerstand auf eine gemeinsame Masse. Für
einen Laien wie mich also reichlich Chaos. Weitere Transistoren vor dem
genannten IC sind nicht zu finden. Offensichtlich ist der IC ausreichend
empfindlich um direkt über die Sensortasten (mit der wirren
Vorschaltung) angesteuert zu werden.

Alles in allem macht der Sensortasten-Kram etwa ein Fünftel der Platine
aus.

Wo muss ich drehen, dass das ganze unempfindlicher wird? Ich habe an je
einen Widerstand vor jedem Eingang des ICs gedacht. Ich hätte erstmal
mit einem oder zwei Ohm probiert um nicht gleich zuviel des Guten zu
haben. Statt der Widerstände je einen Trimmer und das ganze wäre
einstellbar. Liege ich damit richtig oder total flasch?

Vielen Dank im Voraus

CU

Manuel

--
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PostPosted: 2006-06-13 17:41:25
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Joined: 2006-06-13 17:41:25
"Manuel Reimer" <mreimer@expires-30-06-2006.news-group.org>
schrieb im
Newsbeitrag news:1150185023.76@user.newsoffice.de...
>
> Wo muss ich drehen, dass das ganze unempfindlicher wird?

Aus 100k nur 33k machen

--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
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PostPosted: 2006-06-14 22:01:41
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Joined: 2006-06-14 22:01:41
MaWin schrieb:
> Aus 100k nur 33k machen

Danke für den Tipp.

Das es nicht funktioniert hat, liegt aber an mir. Der besagte Widerstand
hat nicht 100 Kiloohm sondern wohl weit mehr wie 20 Megaohm. Ich hatte
den Widerstand im eingebauten Zustand gemessen und somit einiges
weiteres mitgemessen...

Für den Fall, dass es beim Verstehen der Schaltung hilft möchte ich
aber
trotzdem darauf hinweisen, dass 100 Kiloohm an Stelle des
Original-Widerstands zu "dauerhaftem Schalten" sämtlicher Tasten
führt.

Um noch etwas mehr Klarheit zu erhalten, habe ich den Schaltplan (oder
den Teil, den ich erfassen konnte, ohne Teile zu zerlegen, die ich
selber nicht mehr montiert bekomme) einmal abgezeichnet. Im
"aufgeschlüsselten" Zustand sieht alles jetzt garnicht mehr so
kompliziert aus (davon abgesehen, dass ich leider nicht die geringste
Ahnung habe was das Gewurschtel aus Dioden bewirken soll ... :-( ).

Jede Sensortaste besteht aus zwei Kontaktflächen (A und B). Alle
Kontaktflächen B sind zusammengeführt und bilden eine gemeinsame
"Masse", die ich im folgenden der Einfachkeit halber
"B-Masse" nenne.
Mit "IC" meine ich den MC14042B.

Von jeder Kontaktfläche A geht zunächst einer der >20MOhm
Widerstände
auf den Minuspol. Parallel zu jedem dieser Widerstände befindet sich
auch eine Diode. Ihr Ring zeigt zur jeweiligen Kontaktfläche A.

Von jeder Kontaktfläche A wird über eine Diode auf die B-Masse
gebrückt.
Dabei zeigt der Ring der Diode in Richtung der B-Masse

Von jeder Kontaktfläche A wird über eine Diode auf Pin 5 des ICs
(CLOCK)
gebrückt. Der Ring zeigt zum IC-Pin. Dieser Pin ist auch über einen
Widerstand (Größe habe ich jetzt nicht zur Hand) auf den Minuspol
gelegt.

Die Kontaktflächen A sind danach der Reihe nach mit den Pins 13, 14, 4
und 7 verbunden (D0 bis D3).

Die B-Masse ist über einen Keramikkondensator an Pin 13 (D2) und direkt
mit Pin 16 (VD0) und Pin 6 (POLARITY) verbunden.

Problem bleibt wie gehabt: Je nach Klima oder wasauchimmer schalten die
Tasten von selber. Die Tasten sind so extrem empfindlich, dass es sogar
ausreicht nur eine der Kontaktflächen (die jeweilige Kontaktfläche A)
zu
berühren. Mir würde es aber vollkommen ausreichen wenn nur dann
geschaltet wird, wenn ich beide Kontaktflächen berühre.

Vielen Dank im Voraus

CU

Manuel


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PostPosted: 2006-06-14 22:17:10
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Joined: 2006-06-14 22:17:10
"Manuel Reimer" <Manuel.Nulldevice@nurfuerspam.de> schrieb im
Newsbeitrag
news:44906b24$0$4515$9b4e6d93@newsread2.arcor-online.net...
>
> Das es nicht funktioniert hat, liegt aber an mir. Der besagte Widerstand
hat
> nicht 100 Kiloohm sondern wohl weit mehr wie 20 Megaohm.

Dann reduzier ihn auf 6.8MOhm, z.B. durch Parallelschalten von 10MOhm
--
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PostPosted: 2006-06-15 15:29:35
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Joined: 2006-06-15 15:29:35
MaWin schrieb:
> "Manuel Reimer" <Manuel.Nulldevice@nurfuerspam.de> schrieb
im Newsbeitrag
> news:44906b24$0$4515$9b4e6d93@newsread2.arcor-online.net...
>> Das es nicht funktioniert hat, liegt aber an mir. Der besagte
Widerstand hat
>> nicht 100 Kiloohm sondern wohl weit mehr wie 20 Megaohm.
>
> Dann reduzier ihn auf 6.8MOhm, z.B. durch Parallelschalten von 10MOhm

Das "weit mehr wie 20 Megaohm" ist laut Widerstands-Tabelle leider
100
MOhm...

Wenn ich hier auch auf ein Drittel gehen wollte, dann bräuchte ich
irgendwas um die 30 MOhm. Das habe ich aber leider nicht da und müsste
erst bestellt werden.

Vorrätig habe ich 5 MOhm. Ich habe also einfach mal zum Test zwei von
den selbigen in Reihe geschaltet (also 10 MOhm) und dann den 100 MOhm
Widerstand damit ersetzt.

Vorläufiges Ergebnis: Das Problem "eine Taste
überempfindlich" ist weg.
Scheinbar kann jeder Kanal einzeln geschaltet werden.

Wäre es ratsam dennoch einmal mit 30 MOhm zu versuchen, in der Hoffnung
die Empfindlichkeit noch ein bisschen zu reduzieren (es reicht immer
noch aus eine der Kontaktflächen "A" zu berühren.
Berühren der
Kontaktfläche "B" ist nicht nötig).

CU

Manuel


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PostPosted: 2006-06-15 15:18:59
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Joined: 2006-06-15 15:18:59
Hallo Manuel,

>>
>> Dann reduzier ihn auf 6.8MOhm, z.B. durch Parallelschalten von 10MOhm
>
> Das "weit mehr wie 20 Megaohm" ist laut Widerstands-Tabelle
leider 100
> MOhm...
>
> Wenn ich hier auch auf ein Drittel gehen wollte, dann bräuchte ich
> irgendwas um die 30 MOhm. Das habe ich aber leider nicht da und
müsste
> erst bestellt werden.
>
> Vorrätig habe ich 5 MOhm. Ich habe also einfach mal zum Test zwei von

> den selbigen in Reihe geschaltet (also 10 MOhm) und dann den 100 MOhm
> Widerstand damit ersetzt.
>
> Vorläufiges Ergebnis: Das Problem "eine Taste
überempfindlich" ist weg.
> Scheinbar kann jeder Kanal einzeln geschaltet werden.
>
> Wäre es ratsam dennoch einmal mit 30 MOhm zu versuchen, in der
Hoffnung
> die Empfindlichkeit noch ein bisschen zu reduzieren (es reicht immer
> noch aus eine der Kontaktflächen "A" zu berühren.
Berühren der
> Kontaktfläche "B" ist nicht nötig).
>

Ok, gerade eines meiner Designs frisch vom Bestuecker bekommen. Da ist
ein 1-bit Register aus Schmitt Trigger Invertern und Widerstaenden
drauf. 4.7M Widerstaende, Pegel 5V. Ein kurzes Antatzen dieser
Widerstaende (Baugroesse 0402) mit dem Finger reicht zum schalten.

--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com


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PostPosted: 2006-06-15 18:51:36
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Joined: 2006-06-15 18:51:36
Joerg schrieb:
> Ok, gerade eines meiner Designs frisch vom Bestuecker bekommen. Da ist
> ein 1-bit Register aus Schmitt Trigger Invertern und Widerstaenden
> drauf. 4.7M Widerstaende, Pegel 5V. Ein kurzes Antatzen dieser
> Widerstaende (Baugroesse 0402) mit dem Finger reicht zum schalten.

Soll heißen ich kann meinen 10 MOhm Widerstand erstmal drinlassen und
damit beobachten ob das Problem wirklich beseitigt ist?

CU

Manuel


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PostPosted: 2006-06-15 18:55:24
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Joined: 2006-06-15 18:55:24
Manuel Reimer schrieb:

> Soll heißen ich kann meinen 10 MOhm Widerstand erstmal drinlassen
und
> damit beobachten ob das Problem wirklich beseitigt ist?

Klar, sogar mit 5M sollte das noch einwandfrei laufen.


Gruß Dieter


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