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 Post subject: Verzinnen mit Fittinglot
PostPosted: 2006-09-07 23:19:55
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Joined: 2006-09-07 23:19:55
Hallo zusammen,

Da es hier in letzter Zeit mal um Zinn-Legierungen und Verträglichkeit
ging...

Auf http://thomaspfeifer.net/ wird empfohlen, man könne selbstgemachte
Platinen mit "Fittingslotpaste Rosol 3" von Rothenberger leicht
selbst
verzinnen. Was haltet ihr davon? Ist das evtl auch zum Backofenlöten
geeignet?

Marte


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 Post subject: Verzinnen mit Fittinglot
PostPosted: 2006-09-08 00:52:08
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Joined: 2006-09-08 00:52:08
Marte Schwarz schrieb:

> Auf http://thomaspfeifer.net/ wird empfohlen, man könne
selbstgemachte
> Platinen mit "Fittingslotpaste Rosol 3" von Rothenberger leicht
selbst
> verzinnen. Was haltet ihr davon?

Geht, hab ich schon so ähnlich gemacht. Platine mit alkoholischer
Kolophoniumlösung einpinseln, antrocknen lassen bis es noch klebrig ist,
Zinnpulver aus dem Puderzuckerstreuer drüber, ab in den auf 260°C
geheizten Ofen.


> Ist das evtl auch zum Backofenlöten
> geeignet?

Das Lot hat halt einen etwas hohen Schmelzpunkt (SnCu3: 227°C, Sn:
232°C).


Gruß Dieter


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 Post subject: Verzinnen mit Fittinglot
PostPosted: 2006-09-08 01:11:37
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Joined: 2006-09-08 01:11:37
On Thu, 07 Sep 2006 23:19:55 +0200, Marte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de>
wrote:

> Auf http://thomaspfeifer.net/ wird empfohlen, man könne
selbstgemachte
> Platinen mit "Fittingslotpaste Rosol 3" von Rothenberger leicht
selbst
> verzinnen. Was haltet ihr davon? Ist das evtl auch zum Backofenlöten
> geeignet?

Ich hab das vor ca. 2 Wochen mal an einer Ausschussplatine (Vorder- und
Rückseite 1mm verschoben) getestet, allerdings nicht mit einer Paste von
Rothenberger, sondern von einer anderen Firma (gibts beim Toom-Baumarkt).
Ich hab dabei aber auch gleich noch ausprobiert, ob man den Photolack
(Bungard-Platinen) als Maske für die Verzinnung verwenden kann.
Das ganze funktioniert einigermaßen, Scans der Platine gibts auf
http://tza.m-faq.de/images/platinen/tests/ (3 Qualitätsstufen). Was bei
mir nicht so schön aussieht ist die Oberfläche, die ist matt und
etwas
uneben, die Paste ist aber auch eine ziemliche Pampe und somit das
Verteilen nicht ganz einfach. Ich werde bei Gelegenheit mal das
drüberwischen im heißen Zustand probieren.
Die zinnfreien Bereiche haben so komische Formen, weil ich da einfach drei
Fetzen Paketklebeband draufgepappt hatte. Der Photolack eignet sich sogar
halbwegs als Lötstopplack, ich hab grade mal ein wenig auf der Platine
herumgelötet, mit verbleitem Zinn mit FSW-34-Seele hab ich den nicht
gelöst bekommen, mit FSW-26 gehts dann allerdings ab. Getestet hab ich an

den halbierten Pads oben im Bild. 100%ig professionell schaut das aber
dann doch nicht aus, denn leider verzinnt man auch die (ebenfalls
lackfreien) Seitenflächen der Kupferbahnen mit, sieht man vor allem auf
dem hq-Foto gut. Wenn ich aber mal wieder eine Platine brauche und ich
Zeit und Lust habe, werde ich mir dafür mal eine zweite Maske ausdrucken
und das testen.

Gruß Thomas


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 Post subject: Verzinnen mit Fittinglot
PostPosted: 2006-09-08 08:39:30
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Joined: 2006-09-08 08:39:30
Hallo, Marte!

> Auf http://thomaspfeifer.net/ wird empfohlen, man könne
selbstgemachte
> Platinen mit "Fittingslotpaste Rosol 3" von Rothenberger leicht
selbst
> verzinnen. Was haltet ihr davon? Ist das evtl auch zum Backofenlöten
> geeignet?

Ich hab das mal probiert und es klappte auch soweit ganz passabel. Hatte
allerdings einen Heissluftfön verwendet, im Backofen sollte es genauso
gehen - nur muss er die Hitze natürlich liefern können, die Lotpaste
zum
Schmelzen braucht IMHO etwas mehr als normales Lötzinn. Soll die
Oberfläche allerdings schön werden muss man im heissen Zustand die
Platte abreiben, sonst wirds körnig.

Bin dann aber doch wieder beim Verzinnungsbad gelandet, geht schneller
und einfacher (und ich verbrenne mir nicht die Finger) :-) Aussehen tut
das dann etwa so: http://images.dafuer.de/dipso28.jpg (Plattenhälfte von
gestern, die Unebenheiten sind Lötlack, der noch nicht ganz trocken ist).

Cheers,
Jan


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 Post subject: Verzinnen mit Fittinglot
PostPosted: 2006-09-08 10:01:39
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Joined: 2006-09-08 10:01:39
Marte Schwarz schrieb:

> Auf http://thomaspfeifer.net/ wird empfohlen, man könne
selbstgemachte
> Platinen mit "Fittingslotpaste Rosol 3" von Rothenberger leicht
selbst
> verzinnen.

Warum möchtest Du die Platine eigentlich verzinnen? Warum sich jemand so
einen Aufwand antut, ist mir gerade ein Rätsel. ;o)

Gruß,

Ed


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 Post subject: Verzinnen mit Fittinglot
PostPosted: 2006-09-08 11:12:05
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Joined: 2006-09-08 11:12:05
Hallo Ed,

> Warum möchtest Du die Platine eigentlich verzinnen?

lesen bildet. Ich hab nichts davon geschrieben, dass ich meine Platine
verzinnen möchte. Wer will... Ich habe nach etwas anderem gefragt.

Marte


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 Post subject: Verzinnen mit Fittinglot
PostPosted: 2006-09-08 12:44:59
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Joined: 2006-09-08 12:44:59
Marte Schwarz schrieb:

> lesen bildet.

Das ist ja wohl ein Eigentor - Du hast zwei Fragen gestellt und die
erste lautet im Zusammenhang:

"man könne selbstgemachte Platinen mit "Fittingslotpaste Rosol
3" von
Rothenberger leicht selbst verzinnen. Was haltet ihr davon?"

Ich hielt davon, dass ich mich wunderte, warum jemand so etwas machen
will. Dass Du das nicht machen willst, geht daraus nicht direkt hervor,
beantwortet aber tatsächlich meine Frage. ;o)

Gruß,

Ed


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 Post subject: Verzinnen mit Fittinglot
PostPosted: 2006-09-08 13:38:26
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Joined: 2006-09-08 13:38:26
Edzard Egberts wrote:
> Marte Schwarz schrieb:
>
>> Auf http://thomaspfeifer.net/ wird empfohlen, man könne
selbstgemachte
>> Platinen mit "Fittingslotpaste Rosol 3" von Rothenberger
leicht selbst
>> verzinnen.
>
> Warum möchtest Du die Platine eigentlich verzinnen? Warum sich jemand
so
> einen Aufwand antut, ist mir gerade ein Rätsel. ;o)

Korrosionsschutz. Selbstgeätze Kupferplatinen sehen sonst ganz schnell
aus wie Sau (vorallem, nachdem man sie beim Bestücken angefingert hat).

Ausserdem könnte der Zinnauftrag mit der Paste ja evtl. reichen, um
direkt im Pizzaofen-Reflow-Verfahren weiterverwendet zu werden.

--
thomas.kindler@gmx.de,
www.bredobrothers.de
www.microsoft-hellhounds.de


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