On Thu, 07 Sep 2006 23:19:55 +0200, Marte Schwarz <marte.schwarz@gmx.de>
wrote:
> Auf
http://thomaspfeifer.net/ wird empfohlen, man könne
selbstgemachte
> Platinen mit "Fittingslotpaste Rosol 3" von Rothenberger leicht
selbst
> verzinnen. Was haltet ihr davon? Ist das evtl auch zum Backofenlöten
> geeignet?
Ich hab das vor ca. 2 Wochen mal an einer Ausschussplatine (Vorder- und
Rückseite 1mm verschoben) getestet, allerdings nicht mit einer Paste von
Rothenberger, sondern von einer anderen Firma (gibts beim Toom-Baumarkt).
Ich hab dabei aber auch gleich noch ausprobiert, ob man den Photolack
(Bungard-Platinen) als Maske für die Verzinnung verwenden kann.
Das ganze funktioniert einigermaßen, Scans der Platine gibts auf
http://tza.m-faq.de/images/platinen/tests/ (3 Qualitätsstufen). Was bei
mir nicht so schön aussieht ist die Oberfläche, die ist matt und
etwas
uneben, die Paste ist aber auch eine ziemliche Pampe und somit das
Verteilen nicht ganz einfach. Ich werde bei Gelegenheit mal das
drüberwischen im heißen Zustand probieren.
Die zinnfreien Bereiche haben so komische Formen, weil ich da einfach drei
Fetzen Paketklebeband draufgepappt hatte. Der Photolack eignet sich sogar
halbwegs als Lötstopplack, ich hab grade mal ein wenig auf der Platine
herumgelötet, mit verbleitem Zinn mit FSW-34-Seele hab ich den nicht
gelöst bekommen, mit FSW-26 gehts dann allerdings ab. Getestet hab ich an
den halbierten Pads oben im Bild. 100%ig professionell schaut das aber
dann doch nicht aus, denn leider verzinnt man auch die (ebenfalls
lackfreien) Seitenflächen der Kupferbahnen mit, sieht man vor allem auf
dem hq-Foto gut. Wenn ich aber mal wieder eine Platine brauche und ich
Zeit und Lust habe, werde ich mir dafür mal eine zweite Maske ausdrucken
und das testen.
Gruß Thomas