Ulrich G. Kliegis wrote:
> On Sat, 10 Nov 2007 15:13:15 -0800, Joerg
> <notthisjoergsch@removethispacbell.net> wrote in de.sci.electronics:
>
>
>> Und leider gibt es Spuren von Ablasshandel immer noch. Z.B. wird oft
>> eine finanzielle Gegenleistung fuer das Nennen des Namens eines
>> Schwerkranken oder kuerzlich Verstorbenen in der Messe erwartet.
> Das mit den Schwerkranken kenn ich nur aus früheren
> Chefarztbesprechungen
>
>> Nicht
>> in der lutheranischen Kirche natuerlich.
>
> Nö, die haben andere Quellen... :)))
>
>>
>>> Man beachte übrigens die feinsinnige Unterscheidung der
Konstruktion
>>> des Verbs "lehren" einmal mit dem Akkusativ, einmal mti
dem Dativ in
>>> These 42 und 43.
>>>
>> Koennte auch sein, dass er mit These 43 das Lehren jedes einzelnen
>> meint. Weil jeder dieses biblische Gebot mit sich allein abmachen
muss.
>> "Gib freimuetig, nicht unter Zwang". Gilt nicht nur fuer
Christen.
>
> Es erinnert mich an das lat. persuadere:
> mit Dativ: Jemandem etwas schmackhaft machen, ihn zu etwas überreden
> mit Akkusativ: Jemanden von etwas überzeugen
>
> Aber man gewöhnt sich ja an allem, auch am Dativ.
>
>>
>>> Irgendwie doch mittlerweile aber ein ziemlich im Raum
geschwungener
>>> Drösel. Und unser wackerer OP hat sich offenbar schon
länger
>>> ausgeklinkt. Schade eigentlich, Weizenbaum hätte Eliza jetzt
sagen
>>> lassen: "Erzählen Sie mir noch etwas von ihrer
Mutter!", oder, noch
>>> schöner, "Haben Sie eine Schwester?"
>>>
>>> Und für alle, die meinen, das sei jetzt völlig
weggedreht: Ich stehe
>>> aus eigener Erfahrung zu der These, daß profunde
altsprachliche
>>> Kenntnisse (nicht nur) beim Programmieren ausgesprochen
vorteilhaft
>>> sind.
>>>
>> Aehm, wieso? Ok, ich bin HW-Mensch, aber wir sagen zu Schottky Dioden
ja
>> nicht Diodi Schottkynensii oder so.
>
> ich hängte mich hier an die lat. Version der Thesen.
>
> Nein, es geht um Syntaxstrukturen, Gliederungen, die in den alten
> Sprachen sehr streng und klar ausgebildet sind. Die Übung darin hilft
> von der Problemanalyse bis zum fertigen Programmtext. Ich sag ja, im
> Raum geschwungen... :)
>
> Schaltungsdesign hat, glaub ich, eher was mit Bildenden Künsten zu
> tun, Malerei, Formgestaltung. Wenn man schon nach Allegorien und
> Metaphern sucht. Analoge Schaltungen jedenfalls.
>
Au, dann bin ich das Paradebeispiel des Gegenteils. In den Faechern
Kunst und Musik war ich die volle Niete, in Latein wars noch schlimmer.
Ich sehe analoges Design eher als Kombinatorik mit staendig nebenbei
laufender Registrierkasse: Hmm, da vorn brauche ich einen rauschaermeren
Transistor. Aber dann macht mir das Miller-C eine Strich durch die
Rechnung. Also schweren Herzens 5c aus dem BOM Budget nehmen und eine
Kaskode draus machen.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/