Wieslaw Bicz wrote:
>
> Die Leuchtstoffröhre sind normalerweise nicht besonders dafür
geeignet mit DC
> zu arbeiten. Die Erklärung kann man zum Beispiel in diesem Dokument
finden:
>
>
http://www.lif.co.uk/downloads/Tech%20Statements/24TECH.DOC
>
> Es geht jedoch, wenn man die Spannung ab und zu umschaltet.
Man müsste aber noch kontrollieren, ob die Kathode richtig
geheizt wird, also nicht über- oder unterheizt. Das Tastver-
hältnis wird ja 1:2 geändert.
DC-Betrieb kam früher bei Spektrallampen (meist Na) gelegent-
lich vor, etwa wenn die Detektorsignale mit Chopperverstärkern
ausgewertet wurden. "Vor jedem Start Lampe umpolen" stand dann
dick drauf.
Die Hg-Wanderung passierte übrigens schon in den alten
nicht-Amalgam-Lampen mit 50mg Hg, gut sichtbar an umgerüsteten
alten Strassenbahnwagen.
>
http://www.giangrandi.ch/jack/neon/neontube-e.html
>
> Ob DC besser als einige kHz (wie in den typischen Schaltungen) ist,
weiß ich
> nicht. Es gab mehrere Diskussionen darüber. Ob es ernsthafte
Untersuchungen
> gab, weiß ich nicht. Wer Lust hat, kann es ausprobieren. Die
Möglichkeit, die
> Lampen besser zu dimmen ist bei DC - glaube ich besser gegeben (es geht
mit
> praktisch allen Lampen). Vielleicht gibt es auch Unterschiede in anderen
> Betriebsparametern.
Die Schaltung ist mehr als kurios. Einen dicken Kondensator
parallel zu einem Verbraucher mit fallender Kennlinie...
zumindest würd ich es als "mutig" bezeichnen. Beim Start die
Kathode nicht zu heizen ist einfach nur dumm, die Emissions-
fähigkeit lässt rasch nach und der Lampenwirkungsgrad sinkt
(bei der Schaltung wird man das nicht sehen, umso blöder).
Zu wenig Vorheizen war Haupttodesursache bei Hg-Thyratrons
und -Gleichrichtern. Die hatten daher einen Bimetallschalter,
der die Anodenspannung erst mit Verzögerung freigab, bei
grösseren Röhren erst nach mehreren Minuten.
Typische Hobbyschaltung, knapp Elektorniveau (obwohl was
ähnliches schon mal in der Funkschau vor etwa 30 Jahren war;
Achtung, mein Gedächtnis ist ein Sieb, Dreck bleibt hängen).
Nicht denken, zusammenbasteln, "läuft", vordergründig
jeden-
falls. Im Siegestaumel lässt man dann Gedanken an Lebensdauer
und Wirkungsgrad mal lieber weg. Hauptsache "ich hab was
erfunden, an das die Industrie noch nicht gedacht hat".
--
mfg Rolf Bombach