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PostPosted: 2005-05-23 19:03:29
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Joined: 2005-05-23 19:03:29
Mir ist klar was die Bedeutung von flink bis traege ist. Was das
sogenannte Schaltvermoegen ist, verstehe ich nicht und habe dazu
bisher nichts gefunden.

Wer kann es erklaeren oder/und eine gute moeglichst deutschsprachige
WWW-Seite nennen um dies zu lernen?

Gruss
Thomas
--
Meine Elektronik-Minikurse:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaerer/
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*** de.sci.electronics wurde am 07.02.2005 11 Jahre alt! ***


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PostPosted: 2005-05-23 19:28:21
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Joined: 2005-05-23 19:28:21
Thomas Schaerer schrieb:
>
> Mir ist klar was die Bedeutung von flink bis traege ist. Was das
> sogenannte Schaltvermoegen ist, verstehe ich nicht und habe dazu
> bisher nichts gefunden.
>
> Wer kann es erklaeren oder/und eine gute moeglichst deutschsprachige
> WWW-Seite nennen um dies zu lernen?

Vielleicht hilft Dir:

http://www.wickmann.com/download/fuseologydt.pdf

mfg

Wolfgang


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PostPosted: 2005-05-24 08:32:11
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Joined: 2005-05-24 08:32:11
Michael Rübig <michaely@bigfoot.de> wrote:
> Hi,

>> Mir ist klar was die Bedeutung von flink bis traege ist. Was das
>> sogenannte Schaltvermoegen ist, verstehe ich nicht und habe dazu
>> bisher nichts gefunden.

> IMHO gibt das an, bei welchem Überstrom die Sicherung noch sicher
> abschalten kann. Kann die Spannungsquelle deutlich mehr Strom liefern,
> als im Schaltvermögen angegeben, bleibt ein Lichtbogen stehen und die

> Sicherung kann nicht abschalten. Sicherungen mit hohem Schaltvermögen

> sind mit Sand oder ähnlichem gefüllt, welcher den Lichtbogen
löschen
> kann. Aber auch da gibts Grenzen.

Wenn es um den Lichtbogen geht, muesste es dann aber nicht zwei Werte,
einen fuer Gleich- und einen fuer Wechselstrom geben, weil bei
Gleichstrom der Lichtbogen, wenn einmal gezuendet, erhalten bleibt?
Bei Wechselstrom unterbricht er bei den Sinusnulldurchgaengen, ausser
bei wesentlich hoeherem Strom weil dieser dazu fuehrt, dass das Gas
waehrend des Nulldurchgangs genuegend lange heiss und deshalb
ionisiert bleibt.

Offenbar gibt es, wenn man das Datenblatt von Schurter anschaut, auch
einen Zudammenhang von Traege und Flink. Flinke Sicherungen scheinen
ein hoeheres Schaltvermoegen zu haben. Vielleicht weil eine flinke
Sicherung weniger Metall enthaelt und so weniger davon zur Ionisation
beitragen kann...?


> Ich hatte mal ein gutes PDF von einem Hersteller, Littlefuse oder
Wickmann.

Habe das soeben von einem andern Poster gesehen und werde das erst mal
lesen. Ich danke hier gleich beiden.

Gruss
Thomas
--
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PostPosted: 2005-05-25 16:29:07
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Joined: 2005-05-25 16:29:07
Th. Schaerer wrote:
>
> Offenbar gibt es, wenn man das Datenblatt von Schurter anschaut, auch
> einen Zudammenhang von Traege und Flink. Flinke Sicherungen scheinen
> ein hoeheres Schaltvermoegen zu haben. Vielleicht weil eine flinke
> Sicherung weniger Metall enthaelt und so weniger davon zur Ionisation
> beitragen kann...?

Seh ich auch so. Flinke Sicherungen enthalten idR einen
feinen gerader Draht von einem Ende der Sicherung zum
andern. Ab einigen A mit Sandfüllung, damit ist ein
sehr hohes Schaltvermögen möglich. Die trägen Sicherungen
sind nicht mit Sand gefüllt (Wärmeableitung ist
wohl zu gross) und funktionieren eher durch Schmelzen
einer Lötpille. Die Drähte sind oft Federchen, die dann
die Enden nur wenig auseinanderziehen, optimaler
Mechanismus, um einen Lichtbogen aufzubauen...

--
mfg Rolf Bombach


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PostPosted: 2005-05-25 18:30:24
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Joined: 2005-05-25 18:30:24
Th. Schaerer schrieb:
> Michael Rübig <michaely@bigfoot.de> wrote:
>
>>>Mir ist klar was die Bedeutung von flink bis traege ist. Was das
>>>sogenannte Schaltvermoegen ist, verstehe ich nicht und habe dazu
>>>bisher nichts gefunden.
>
>>IMHO gibt das an, bei welchem Ãśberstrom die Sicherung noch
sicher
>>abschalten kann. Kann die Spannungsquelle deutlich mehr Strom liefern,
>>als im Schaltvermögen angegeben, bleibt ein Lichtbogen
stehen und die
>>Sicherung kann nicht abschalten. Sicherungen mit hohem
Schaltvermögen
>>sind mit Sand oder ähnlichem gefüllt,
welcher den Lichtbogen löschen
>>kann. Aber auch da gibts Grenzen.

zB kann die Sicherung explodieren.

>
> Wenn es um den Lichtbogen geht, muesste es dann aber nicht zwei Werte,
> einen fuer Gleich- und einen fuer Wechselstrom geben,

Gibt es auch. zB G-Sicherungseinsätze nach DIN 41660, 41661 +
41662 (5.79)
Beispiel: F 0,25/250 C
F= flink
0,25A
250V
Schaltvermögen C
Für Kennbuchstabe C wird das Schaltvermögen bei
250V- mit 20A und
bei 250V~ mit 50A abgegeben.
Das bedeutete, das bei 250V- sichergestellt werden muÃź, das der
max. mögliche KurzschluÃźstrom bei unserem Beispiel nie
über 20A
sein darf. In der Regel liegen die Vorsicherungen bei 10 bzw 16A.
Bei 12/24V bewältigt die Sicherung das allein.


> Offenbar gibt es, wenn man das Datenblatt von Schurter anschaut, auch
> einen Zudammenhang von Traege und Flink. Flinke Sicherungen scheinen
> ein hoeheres Schaltvermoegen zu haben. Vielleicht weil eine flinke
> Sicherung weniger Metall enthaelt und so weniger davon zur Ionisation
> beitragen kann...?

So ähnlich. Träge Sicherungen schalten
verzögert. Siehe Link von
Wolfgang. Integral des DurchlaÃź-I²t in A²s.
Die Vorsicherung muÃź
entsprechend niedriger ausgelegt sein.

--
gruss horst-dieter


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PostPosted: 2005-05-25 20:03:53
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Joined: 2005-05-25 20:03:53
Th. Schaerer schrieb:
> Michael Rübig <michaely@bigfoot.de> wrote:
>
>>>Mir ist klar was die Bedeutung von flink bis traege ist. Was das
>>>sogenannte Schaltvermoegen ist, verstehe ich nicht und habe dazu
>>>bisher nichts gefunden.
>
>>IMHO gibt das an, bei welchem Überstrom die Sicherung noch sicher
>>abschalten kann. Kann die Spannungsquelle deutlich mehr Strom liefern,
>>als im Schaltvermögen angegeben, bleibt ein Lichtbogen stehen und
die
>>Sicherung kann nicht abschalten. Sicherungen mit hohem
Schaltvermögen
>>sind mit Sand oder ähnlichem gefüllt, welcher den Lichtbogen
löschen
>>kann. Aber auch da gibts Grenzen.
>
>
> Wenn es um den Lichtbogen geht, muesste es dann aber nicht zwei Werte,
> einen fuer Gleich- und einen fuer Wechselstrom geben,

Gibt es ja auch ;-)
Beispiel für einen G-Sicherungseinsatz nach DIN 41660, 41661,
41662 (5.79)

F 0,25/250 C

"C" gibt das Schaltvermögen an. Bei "250V-"
beträgt es 20A. Für
"250~" beträgt es 80A. Bei Wechselspannung ungefähr 4x so
hoch.
Entsprechend höher dürfen auch die Vorsicherungen (bei 250V) sein.

Für Kennbuchstabe "B"=12,5/50A
"D"u/300A, "E"%0/100A, "G"u0/1500A

Findet sich eigentlich nie auf den Sicherungen selber. Auf den
(10)Packungen steht er aber drauf.

Bei allen meinen G-Sicherungseinsätzen steht auf der Packung:
Schaltverm./Breaking Capacity 35 A AC (min. 10 x xIn)

Ansonsten gibts darüber richtig umfangreiche Tabellen ;-(


--
gruss horst-dieter


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