Post subject: Laufzeitfehler beim Analog-Oszilloskop
Posted: 2004-01-18 02:04:47
Replies: 6 Views: 1375
Hallo Ng,
kann mir jemand erklären, wie der Laufzeitfehler von hochfrequenten
Eingangssignalen beim Analog-Oszilloskop vermindert wird. Ich habe da
was von "geteilte Platten mit Laufzeitverzögerung" gehört,
kann mir da
aber leider nichts drunter vorstellen.
Vielen Dank schonmal.
Post subject: Laufzeitfehler beim Analog-Oszilloskop
Posted: 2004-01-18 12:40:29
Replies: 6 Views: 1375
Wenn ich das richtig verstehe, bewirken die Spulen die
Laufzeitverzögerung des Signals, d.h. bei hochfrequenten Signalen
ändert
sich das Eingangssignal, während das vorherige Signal noch durch die
letzten Ablenkplatten läuft.
Gibt es auf Grund der Spulen Verluste, die korrigiert werden müssen,
bzw. Abweichungen in der Anzeige?
Gruß Jens
Gottfried Goessl wrote:
> Guten Morgen!
>
> In sehr schnellen Oszis sind die Y-Platten ca 5x geteilt und dazwischen
sind Spulen. So läuft das Signal mit dem Strahl
> und wirkt länger ein. Einspeisung natürlich "hinten",
> Abschluss-R vorne = Laufzeitleitung.
>
> Gruß Gottfried
>
> "Jens Bause" <Jens.Bause@onlinehome.de> schrieb im
Newsbeitrag news:bucmbr$rjo$1@online.de...
>
>>Hallo Ng,
>>
>>kann mir jemand erklären, wie der Laufzeitfehler von
hochfrequenten
>>Eingangssignalen beim Analog-Oszilloskop vermindert wird. Ich habe da
>>was von "geteilte Platten mit Laufzeitverzögerung"
gehört, kann mir da
>>aber leider nichts drunter vorstellen.
>>Vielen Dank schonmal.
>>
>>Gruß Jens
>>
>
>
Post subject: Sampling-Mode bei hochfrequenten Signalen
Posted: 2004-01-28 12:45:00
Replies: 5 Views: 611
Hallo NG,
kann mir jemand erklären wie der Sampling-Mode eines digitalen Oszi
funktioniert? Wie ist es möglich auf diese Weise ein hochfrequentes
Signal abzubilden?
Post subject: Sampling-Mode bei hochfrequenten Signalen
Posted: 2004-01-28 13:08:42
Replies: 5 Views: 611
MaWin wrote:
> Jens Bause <Jens.Bause@onlinehome.de> schrieb im Beitrag
<bv87jg$a6l$1@online.de>...
>
>>kann mir jemand erklären wie der Sampling-Mode eines digitalen
Oszi
>>funktioniert? Wie ist es möglich auf diese Weise ein
hochfrequentes
>>Signal abzubilden?
>>
>
> Warum drehen sich Wagenraeder in alten Filmen rueckwaerts oder
> langsam vorwaerts ? (Physik 8te Klasse ?)
d.h. der Sampling Mode funktioniert nur bei periodischen Eingangssignalen?
ich möchte in einer Schaltung 3 mögliche Signale gleicher Amplitude
aber
mit den Frequenzen 250kHz, 300kHz und 350kHz unterscheiden.
Wie kann ich die Frequenz der Signale in eine proportionale Spannung
umwandel, so dass sich die Spannungen deutlich voneinander unterscheiden
(z.B. 2V pro 100kHz)?
In einem früheren Artikel habe ich etwas von Tiefpass-Filter gelesen,
wenn ich diesen aber so auslege, das die Grenzfrequenz bei 250kHz liegt,
behalte ich eine sehr große Welligkeit in der Ausgangsspannung und die 3
Signale unterschieden sich im Spannungsendwert kaum (ca. 300mV).
Hat jemand eine Idee wie man das in analoger Form lösen kann?
>> ich möchte in einer Schaltung 3 mögliche Signale gleicher
Amplitude
>> aber mit den Frequenzen 250kHz, 300kHz und 350kHz unterscheiden.
>
>
> Können die Frequenzen auch gleichzeitig vorkommen?
> Sind das Sinus-Signale oder Rechteck-Signale?
Die Frequenzen treten nur alleine auf und sind dann jeweils sinusförmig.
> Was meinst Du mit Welligkeit? Wechselspannungen sind eigentlich immer
> wellig.
>
aber nicht nach einem Gleichrichter, die Lösung wird aber der
nachgeschaltete Tiefpass sein.
> Nach den Filter dann gleichrichten (Präzisionsgleichrichter) und
nochmal
> mit ganz niedriger Grenzfrequenz (z.B.) 10Hz filtern. Die 3
> verschiedenen Gleichspannungen zu unterscheiden bekommst Du selbst hin,
> oder?
ja, das sollte dann klappen, danke. Ich werd zunächst mal einen aktiven
Filter höherer Ordnung testen.
> Hallo Jens,
>
> google mal nach Frequenz-Spannungs-Wandler.
>
Bei den Ergebnissen mit Google habe ich nur fertige Bausteine für diesen
Zweck gefunden, mein Ziel ist aber eine Schaltung selber zu bauen und zu
verstehen, daher das Posting.
> bei diskretem Aufbau besteht sowas im Kern aus einem Monoflop mit
> passenden Impulsen und einem Integrator oder Tiefpassfilter. Es gibt
> auch kostengünstige Bausteine dafür.
>
Vielen Dank für die Antworten, ich habe jetzt viel Material um damit
experimentieren zu können. Auch die Lösung von MaWin klingt sehr
interessant. Also nochmals vielen Dank!
> Vor der integrierten Zeit hätten wir mit den Frequenzen einen
Transistor
> so übersteuert, daß er praktisch nur Rechteckimpulse gleicher
Höhe
> abgibt, und diese dann mittels CR-Glied (Differenzierer) zu
> Nadelimpulsen umgeformt. Wird damit ein RC-Glied (Integrierer) versorgt,
> ergibt sich am C eine frequenzabhängige Ausgangsspannung, die in
Deinem
> Bereich gut unterscheidbar ist, sogar mit LDs.
Diese Idee hatte ich eigentlich gleich als erstes, aber offensichtlich
habe ich bei der Dimensionierung Fehler gemacht. Das Rechtecksignal
gleicher Frequenz habe ich wunderbar hinbekommen. Für den Tiefpass habe
ich eine Grenzfrequenz von 200kHz, und für den Hochpass 1MHz angenommen,
leider nicht mit dem gewünschten Ergebnis (Reihenfolge vom
Transistorausgang: erst HP dann TP). Mein Fehler ist sicherlich in der
Berechnung des HP und TP. Ich vermute man muß einen belasteten HP
berechnen und sicherlich auch noch den Ausgangswiderstand vom Transistor
berücksichtigen, richtig?
Vielleicht kannst Du mir einen Tip zur Dimensionierug geben?
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