im Rahmen meiner Studienarbeit muss ich eine Ansteuerschaltung für
eine elektronische Last (aufgebaut mittels MOSFETs) optimieren.
Als Problem stellt sich dabei ein hoher Störpegel, den ich aus dem
Leistungsteil auf den Messleitungen der Shunts bekomme.
Als Shunts werden 5 Isabellenhütte RTO-B 5mOhm in Vierleiter-Technik
verwendet, die parallel geschaltet sind. In der Art der parallelschaltung
vermute ich die Ursache der Stoerungen:
Die Anschluesse, durch die der Messstrom fliesst, sind natuerlich
parallel geschaltet. Die Messanschluesse werden ueber 10 Ohm pro
Anschluss parallel geschaltet, um Ausgleichsstroeme zu verhindern.
Das sieht dann in etwa so aus:
Shunt+ ---+---+---+---+----
| | | | |
10R 10R 10R 10R 10R
| | | | |
R R R R R <-- Shunts
| | | | |
10R 10R 10R 10R 10R
| | | | |
Shunt- ---+---+---+---+----
An Shunt+/- wird die Elektronik angeschlossen.
Ich frage mich, ob es nicht reicht, an einem Shunt die Spannung
abzunehmen?
Danke fuer Anregungen und Literaturhinweise,
MaWin (me@privacy.net) wrote:
: Deine Schaltung ist in Ordnung, die Stoerungen haben also eine
: andere Ursache (und du wirst sie auch nicht los :-( ).
Die Uni ist ein guter Stoersender, mit einer kurzen Drahtschleife am
Scope messe ich ca. 30mVpp Rauschen.
: Es reicht an einem Widerstand zu messen.
Gut, die Verkuerzung der Schleife duerfte den Stoerpegel doch etwas
reduzieren.
Es werden 20 MOSFETs vom Typ FB180SA10 angesteuert, die eine hohe
Gate-Kapazität (zusammen etwa 214nF) besitzen. Die Schaltung
ist vom Prinzip her so wie F24.1. in der FAQ, aber diskret aufgebaut
mit Offset-Korrektur. Zu Optimieren ist die Geschwindigkeit
und Genauigkeit. pSpice und Realität haben da doch schon Unterscheide ;)
Das ganze ist zum "quaelen" von Batterien gedacht.
Udo Piechottka (ifmd.messdatensysteme@t-online.de) wrote:
: > er verwende 5mOhm Shunts. Dann frage ich mich, was für einen Zweck
: > es haben soll, diese 5mOhm-Widerstände in Reihe zu
10-Ohm-Widerständen
: > zu schalten und dann dort die Spannung zu messen.
: Oh, das sehe ich jetzt auch. Ich vermute mal, dass die Auskopplung über
: die 10 Ohms erfolgt, Mittelwertbildung über die Summation. Der
eigentliche
: Leistungszweig düfte dann nicht mitgezeichnet worden sein und demnach
: bezieht sich mein Hinweis bzgl. der Leitungsführung auf diesen
: Leistungszweig.
Genau, ich habe nur den Teil gezeichnet, der mir Probleme bereitet.
Der Leistungszweig ist natuerlich direkt parallelgeschaltet.
(Ging das das dem Ursprungsposting nicht so klar hervor? Gut, habe es
am spaeten Abend geschrieben)
Ich befuerchte, dass ich mir ueber die Verbindungen der Messanschluesse
zusaetzliche Stoerungen einfange und wuerde daher gerne die Leiterschleife
so kurz wie moeglich halten.
Wie schon geschrieben ist unsere Uni ein schoener Stoersender.
ich habe wohl eine grosse Konfusion ausgeloest.
Also: Lastkreis ist einfach parallegeschaltet, im Messkreis sollen die
10 Ohm Widerstaende eine Mittelwertbildung liefern und Ausgleichsstroeme
klein halten.
Ich dachte wenn ich den Lastkreis mitzeichne verwirrt das unnoetig,
aber das Gegenteil war der Fall <sigh>
: Gegen 5mOhm sind die 2*10 Ohm hochohmig, sie dienen auch zum summieren
: und sind nicht vom Meßstrom durchflossen. Ad prallelschalten: Klar
: könnte der OP einen 1mOhm verwenden, vielelicht hat er den einfach nicht
: (bekommen)
Problem ist der angepeilte Strombereich. Da sollen bis zu 500A
dauerhaft drueber gehen.
Bei den Stroemen fallen die Verbindungen auch recht dick aus (Kupferschienen)
Leider ist der ganze Aufbau (an dem ich auch nicht viel Aendern kann,
der ist vorgegeben) eine ziemliche Antenne. Ohne Verbindung nach
"draussen" (vom Scope abgesehen) habe ich doch schon
"Rauschpegel" von
20-30mVpp. Ich denke/befuerchte, dass die Schleife, die die Messanschluesse
(wie bezeichnet man die eignetlich korrekt?) ueber die 10 Ohm Widerstaende
verbindet, eine Antenne ist und wuerde die einfach gerne verkuerzen.
Wir versuchen grad das Layout der unterliegenden Platine so zu aendern,
dass die eingeschlossene Flaeche verringert wird, in der Hoffnung, dass es
was bringt.
Also: Es rauscht auch ohne Stromfluss
Joerg Schneide (JSchneide@t-online.de) wrote:
: > ich habe wohl eine grosse Konfusion ausgeloest.
: Nur bei denen die noch nicht mit Strömen über ein paar A praktisch
zu tun hatten ;-)
Ich gehoere auch zu diesen Leuten :-)
: > Problem ist der angepeilte Strombereich. Da sollen bis zu 500A
: > dauerhaft drueber gehen.
: Richtig schöner Gleichstrom oder PWM oder was?
Vom Prinzip her Gleichstrom, mit kurzen Impulsen um verschiedene
Situationen nachstellen zu koennen (Stromsenke)
: Platine zu führen, dort dann an die 10Ohm und unbedingt (wie mehrfach
erwähnt)
: an einen differenziellen Input. Die Masse der Auswerteschaltung sollte am
besten
: gar nichts mit der Lastmasse zu tun haben. Deswegen würde ich hier einen
LEM-Wandler
Das ist das Problem, das ist nicht vorgesehen. Mal schauen ob man da noch was
drehen kann, morgen schaue ich mir das mit dem Betreuer genauer an.
Zur Not versuche ich mal mein Glueck mit nem LT1001 in fliegender
Verdrahtung, in der Hoffnung, dass die mir kein Muell reinbringt. Aber
ich sollte sehen, ob es mehr oder weniger wird.
Zum Thema LEM-Wandle macher ich mich mal mittels Gugelhupf schlau
: > Leider ist der ganze Aufbau (an dem ich auch nicht viel Aendern kann,
: > der ist vorgegeben) eine ziemliche Antenne. Ohne Verbindung nach
: > "draussen" (vom Scope abgesehen) habe ich doch schon
"Rauschpegel" von
: > 20-30mVpp.
: Dann misst Du höchstwahrscheinlich Bullshit oder hast starke
Magnetfelder
: in der Nähe.
Letzteres. Bei kurzgeschossenem Eingang direkt am Scope messe ich <750uVpp
(eigenrauschen DSO). Das Messkabel ist auch OK.
Eine kleine Drahtschlaufe (wie in http://stud.rub.de/~gandalf/DSCF0210.JPG
Vorsicht, ~ 800kb, keine Zeit gehabt das runterzurechnen) verursacht
starke Stoerungen. Bei der Entfernung der Schlaufe vom Scope wie auf dem
Photo gezeigt, fange ich mir auch genug Muell vom DSO ein. Nen Meter vom
Scope entfernt sind es aber tortzdem noch 20-30 mVpp "Rauschen".
Wir haben die Schlaufe auch mal an ein Messkabel
angeschlossen und sind durch die Uni gefahren. Wozu noch ein EMV-Labor? ;)
Wenn die Schaltung in der Uni funktioniert, ist sie Robust ;)
: > Also: Es rauscht auch ohne Stromfluss
: Auch ohne Versorgung des Messkreises, ohne Serien-Rs, villeicht sogar
genausoviel
: mit einem "toten" 4Ohm am Oszi, mit/ohne Tastkopf, verschieden
langen Zuleitungen,
: verschiedenen Stellen im Raum?
Yep, alles Probiert, auch ein anderes Scope
: Kurzgeschlossenem Oszi-Eingang?
Siehe oben, das Scope ists nicht.
Danke an alle fuer die Vorschlaege. Mal schauen was uns morgen
einfaellt.
Post subject: Ich trau mich ja beinahe nicht zu fragen...
Posted: 2004-02-15 12:01:21
Replies: 34 Views: 59
Daniel Schramm (daniel@pinguin.sauerland.de) wrote:
: die HT besteht nur noch aus einer Halle, in der eine sehr uebersichtliche
: Anzahl von Haendlern mit ueberteuerter Computer-Neuware zu finden sind.
: (selbst das hier so beliebte eBay ist billiger :-)
Aber die eine Halle ist laut fuer drei :-(
: An Elektronikbauteilen gibt es eigentlich nur noch bei Hoefler etwas.
: (Preisguenstige LC-Displays, ...)
Ja, mehr ist mir auch nicht aufgefallen. Und erstaunlich leer ist es hier
fuer einen Sonntag.
Mal schauen ob ich es durchhalte bis die ersten Sachen tief fliegen. :)
: P.S.: Wetten, ob es die letzte HT war, werden noch angenommen....
Ich habe etwas in Richtung Zusammenlegung mit Intermodellbau geruechtehalber
gehoert. k.A. ob was dran ist.
Gruesse,
Andre (der sich jetzt ueberlegt ein LC-Display zu kaufen)
Alexander Peter (apeter@musicandsales.com) wrote:
: die letzte Zeit stolpere ich immer wieder über Werbung für Renesas
uCs
: Hat da jemand Erfahrung? Wie sind diese einzuordnen?
Schwer zu sagen, da Renesas sehr viele Controller herstellt.
Ich selbst habe mit einem aus der M16/62P Familie zu tun. Sehr viele
Funktionen im Chip, viele Ports. "Mein" Modell hat 384kb Flash und
31kb RAM.
Doch eine sehr üppige Ausstattung. Für Hobbyanwender mögen die
Gehäuse nicht so praktisch sein.
Bei diesem Modell ist der maximale Takt 24MHz. Ist ein CISC-Controller.
Interessant ist auf jeden Fall die "Dual Voltage" Option.
Mir persönlich gefällt die Dokumentation nicht, sie läst zum
Teil mehr Fragen offen als sie beantwortet. Die Beispiele auf der Renesas-
Homepage sind zum Teil auch gut versteckt, wobei ich jetzt gesehen habe,
dass sich da in den letzten Tagen einiges getan hat.
Der Befehlssatz ist recht üppig, nur vermisse ich Adressierungsarten
mit Postincrement.
Compiler/Assembler: Da arbeite ich mit dem IAR, zumindest die Version, die
ich zur Verfügung habe kann nicht überzeugen. Ist allerdings schon
"Antik".
Distributor: Ich hatte bei Glyn mal Informationen angefordert, bis auf eine
automatische Bestätigung ist bis jetzt nicht angekommen.
Grüße,
Andre (der sich überlegt, ein paar Erfahrungen mit
dem Teil auf eine HP zu packen - wenn Zeit da sein sollte ;)
Tobias Weidelt (tobias@weidelt.de) wrote:
: Beschriftung ähnlich "Y C". Foto bzw. Scan der betreffenden
Stelle des
: Mainboards: http://tobias.weidelt.de/download/epox/smd.jpg [230 KB]
: Weiß jemand, um was für ein Bauteil es sich hier handelt?
Martin Siegwarth (msiegwarth@web.de) wrote:
: Widerstandsbezeichnungen EIA-96
: Es kann ja nicht gut sein, wenn etwas einfach und logisch ist.
: Deshalb hat man was Neues erfunden. Ein System ist nur in den
: Exponenten zu finden, den Rest wird wohl keiner auswendig lernen.
: Hier könnt ihr es finden:
ARGL. Was für Drogen benötigt man, um sich sowas aus den
Fingern zu saugen?
ich bin auf der Suche nach einem induktionsarmen Widerstand,
Dauerleistung >= 100 W, Wert 200 mOhm, SOT 227/ISOTOP-Gehäuse.
Toleranz ist relativ egal, gute Temperaturkonstanz auch kein Muss.
Sollen zur Gegenkopplung von Power-MOSFETs eingesetzt werden.
(Ja, das ist in der Anwendung nötig, laut Datenblatt ist ca.
mit ver-15-fachung des Stromes bei Temperaturanstieg von 125 Grad
zu rechnen).
RUG-Z von der Isabellenhütte wäre interessant, wenn auch
größer
vom Geäuse her. Aber die Dinger sind teuer.
Bei RS und Farnell finde ich welche von Meggitt, allerdings ist
dort 0.47 Ohm der kleinste Wert. Laut Datenblatt gibt es auch 0.20 Ohm,
nur finde ich die nicht bei den üblichen Verdächtigen.
Kennt jemand Alternativen? Drahtwiderstände würde ich gerne
Die Alternative sollte am besten bei einem der üblichen Verdächtigen
zu erwerben sein.
Martin Schönegg (martin.schoenegg#und hier ist klar was hinkommt#@arcor.de)
wrote:
: | ich bin auf der Suche nach einem induktionsarmen Widerstand,
: | Dauerleistung >= 100 W, Wert 200 mOhm, SOT 227/ISOTOP-Gehäuse.
: Muss es unbedingt das Gehäuse sein? ansonsten würd ichs mit 5
: parallelen 20 W 1 Ohm Teilen versuchen. Da dürfte die Auswahl deutlich
: größer sein.
Dann wirds allerdings sehr eng auf dem Kühlkörper.
Post subject: Wie S25 im Stationärbetrieb ohne Akku betreiben
Posted: 2004-06-12 10:25:34
Replies: 7 Views: 587
: Ganz so simpel wie beim C25, einfach die Kontakte anzapfen ist das nicht,
: denn das Handy meldet nun "falscher Akku".
Ich kenne das C25 nun nicht, aber modernene Siemens-Telefone haben
drei Kontakte am Akku. Dort liegt zwischen dem mittleren und dem Minus-
Kontakt ein Widerstand, der dem Telefon den Akkutyp mitteilt.
Wenn Du den Original-Akku noch hast, einfach mal nachmessen.
Post subject: Wie S25 im Stationärbetrieb ohne Akku betreiben
Posted: 2004-06-12 20:04:53
Replies: 7 Views: 587
Uwe (uwe@blabla.de) wrote:
: Das S25!!! hat 4 Kontakte am Akku und einfach über einen Widerstand
brücken
: hab ich schon probiert.
Anschluesse am Akkupack
GND
BATT TYP
BATT TEMP
+
Von Batt Temp geht ein NTC oder PTC nach GND. was nun genau gibt das
Servicemanual hier nicht her.
BATT TYP geht ueber eine Blackbox "D1" (kein Diodensymbol) nach GND.
Dann gibt es noch drei Kondensatoren im Manual (ueber D1, NTC/PTC und zwischen
BATT TEMP und BATT TYP)
Vielleicht hilft das weiter...
ich habe hier ein Problem, bei dem ich nicht weiter komme.
Ich muss drei MOSFETs (Ptot = 182W, Rth JC=0.26K/W) und drei
Widerstände (Ptot = 14W, Rth JC=0.70K/W)
auf ein gemeinsames Kühlblech montieren (Rth HA= 0.09K/W,
Kühlaggregat von Fischer). Isolation etc ist kein Problem.
Die Literatur die ich hier habe geht von einem Halbleiter
auf einem Kühlblech aus, das übliche Tj=(Rth JC + Rth CH +
Rth HA) * P + Tamb
(Rth CH ca. 0.05K/W)
Oft wird der Vergleich Verlustleistung = Stromquelle gemacht.
Daher habe ich geschlossen, dass ich die JC und CH Zweige samt
Quelle parallelschalte. Wird im Tietze-Schenk auch kurz angedeutet.
Die Widerstaende verheizen deutlich weniger Leistung als die MOSFETs,
bleiben also auch deutlich kühler. Demnach müsste das Kühlblech
doch die Widerstände aufheizen?
Rechne ich 588W * 0.09K/W komme ich auf 53K, damit würde das
Kühlblech
wärmer als die MOSFET-Gehäuse?
Irgendwo muss da ein großer Denkfehler sein. Nur wo?
Über einen Literaturtip oder eine Erleuchtung wäre ich dankbar.
Ich denke, dass ich auch dafür sorgen muss, die Verlustleistung
gleichmässig auf die Fläche zu verteilen.
Genauere Informationen dürfte man vermutlich nur mit FE-Simulation
erhalten? Mir würde eine "Faustformel" schon ausreichen.
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