> Thomas Wedemeyer wrote:
> > Erik Hermann wrote:
> >
> >> Nicht nur das, auch grössere Firmen haben fast immer
Diplom-/Studien-
> >> arbeiten zu vergeben. Da die besser bezahlen und hinterher die
Aussicht
> >> auf eine Einstellung besteht, werden sie natürlich
gegenüber den
> >> Instituten bevorzugt.
> >
> > Naja, dafür geht es in den Instituten meistens (jedenfalls nach
> > meiner Erfahrung) etwas ruhiger zu und man hat mehr Freiheiten. In
einem
> > Institut hat man meistens die Möglichkeit sich in Ruhe in ein
Thema
> > einzuarbeiten und kann sich die Arbeit frei einteilen. Ich habe
> > jedenfalls eine Menge in einem Institut gelernt. (Auch wenn dabei
nicht
> > so megaviel Kohle geflossen ist.)
>
> Da kommt Neid auf :-]. Allerdings soll in diesem Zusammenhang nicht
> verschwiegen werden, dass das eine oder andere Institut den Sprung
> ins neue Jahrtausend geschafft hat. Das bedeutet, dass da jetzt
> auch irgendwie marktwirtschaflich gemänätscht wird. Als Hiwi und
> auch als Wi ist man da definitiv Mensch zweiter Klasse; die
> Arbeitsverträge sind dann auf Projektbasis. Das ist dann ein
> Euphemismus dafür, dass plötzlich und unerwartet das Geld alle
> sein kann... Von in Ruhe einarbeiten ist wohl kaum die Rede, wenn die
> immer häufiger werdende Organisationsstruktur das
"Einpersonenteam in
> ständig wechselnder Besetzung" ist. Da vertrittst du dann
plötzlich
> jemanden für 3 Wochen, der jemanden vertreten muss, der für was
> ultraprioritäres abgezogen wird, da jemand krank wurde, usw.
> Da ist dann der Spektroskopiker mit Starkstromerfahrung (wie
> schalte ich 28kV/20kA in 7ns, und das mehr als 1 mal) und ab-
> geschlossenen Mechanikerlehre mit Freude an Raumkosmetik, Tipp-
> arbeiten und Numerischer Simulation gefragt, der sich im Hoch-
> vakuum zurechfindet :-].
>
> --
> mfg Rolf Bombach
Rolf, dies bereitet allerdings gut darauf vor, was nach dem Diplom kommt.
Firma hat Auftrag nicht bekommen? Schon damit ist oft der Job futsch. Als
Freiberufler sieht es noch haerter aus. Man kann tolle Arbeit geleistet haben,
alle sind happy und dann kann eine Firma eventuell nicht mehr weil das
Risikokapital alle ist oder zurueckgezogen wurde. Offene Rechnungen,
eventuelles Herumschlagen mit einem Anwalt der das Konkursverfahren betreut,
alles schon da gewesen. Das passiert oefter als manche denken. Business as
usual.
Kann man verstehen. Das mit der USt allerdings nicht, es kann nur USt faellig
werden, wenn auch ein "Umsatz" da ist. Zum Umsatz gehoert der
kompletter Ablauf,
nicht nur Lieferung sondern auch Bezahlung.
Was den Standort angeht, naja, wir sind nach USA umgezogen. Wer aber glaubt, es
sei hier viel einfacher, irrt. Hier gibts in den meisten Bundesstaaten nicht
ein
Finanzamt sondern gleich drei. Eines fuer die landesweite Steuer, eines fuer
die
Staatssteuer und noch eines fuer Umsatzsteuer. Dazu eine Flut von Vorschriften.
Ich glaube, Irland koennte mehr Sinn machen fuer jemanden der Ware produziert.
Aber nur wenn es High Tech ist und Kundennaehe erforderlich ist. Sonst waere
Asien
wohl besser.
Das finde ich nicht gerecht. Ist das in allen EU Laendern der Fall oder kann
man zumindest den Vertrieb in eines auslagern, wo diese Regeln mehr Fairness
enthalten?
Deswegen haben wir uns Irland vor dem Umzug nochmal gut angesehen. Geregnet hat
das
nicht so schlimm, und wenn dann gabs die gemuetlichen Pubs. Meiner Leber hat
das
allerdings bestimmt nicht gut getan (Guinness).
Im POS Bereich muss man wohl sehr gute Flugverbindungen haben. Mich hat
gewundert, wie
gut die von dem alten Transatlantikstop Shannon aus waren. Aber ich weiss
nicht, wie das
heute ist.
NL ist auch viel unternehmerfreundlicher geworden. Allerdings muss man die
Sprache
lernen, wenn man dort lebt. Habe selbst mal sechs Jahre da gewohnt.
Einbuergern? Normalerweise ist die Gruendung einer Firma nicht von der
Nationalitaet des
Gruenders abhaengig. Ich kannte in Deutschland Unternehmer, die Auslaender
waren und das
stellte kein Problem dar. Sollte in NL genauso sein. Da alles ja jetzt EU ist,
muss es
eher einfacher geworden sein. Kann man aber schnell vom Konsulat erfahren.
Einige Firmen haben ihren Haupsitz in CH, sind aber in NL registriert und haben
da oft
auch das Lager. Es soll irgendwelche Steuervorteile haben, aber da ich aus EU
zu lange
weg bin kann ich dazu nichts sagen. Jedenfalls sind die Leute die in NL
registrieren oft
keine Buerger des Landes.
Am besten waere es, einmal mit dem naechsten Konsulat Kontakt aufzunehmen. Ich
bin
sicher, dass die bei solchen Anfragen sehr freundlich sind. Andere Quellen:
Hier in USA
gibt es knallharte Standortvergleiche, meist aber nur gegen $$$$ -:). Da steht
schwarz
auf weiss wie hoch Steuern, Lohnkosten, Lohnnebenkosten, sonstige Abgaben und
andere
Eckwerte sind. Das muesste es doch auch fuer Europa geben.
Ich weiss nicht die Groesse Eurer Firma. Was hier bei genuegendem
"Gewicht" passiert
ist, dass eine Firma auf den lokalen Amts- und Wuerdentraeger zugeht und dann
die Wahl
stellt: Entweder dies und jenes (z.B. die Sache mit der Ust) wird vernuenftig
geregelt
oder wir gehen von diesem Standort weg.
Viele Oefen haben einen Port in der Rueckwand, durch den man hitzefeste Kabel
ziehen kann. So haben wir frueher immer unsere Dickschichtschaltungen und
andere
Dinge beim Einbrennen ueberwacht. Meist montierten wir einen Stecker, damit man
den Ofen zum Putzen auch mal bewegen konnte ohne dass alles abreisst.
Falls nicht, bliebe vielleicht noch hitzebestaendige Flex-Leiterplatte. So
aehnlich wie die, welche man beim Zerlegen eines Festplattenlaufwerks findet.
Sie muessen aber die Temperatur aushalten. Die sind flexibel und hauchduenn,
wir
ein Bus mit vielen Leiterbahnen parallel und man kann es eventuell um die
Tuerlippe herumfalzen. Ich glaube 3M und Gore waren die Lieferanten, aber das
ist mehr als 10 Jahre her.
Einen Radio Link kann man vielleicht hinbekommen, aber ich fuerchte das wird
sehr aufwendig. Es gibt (zumindest hier in USA) Temperatursensoren, die man ins
Grillfleisch steckt und die dann den Garheitsgrad nach innen ins Haus senden,
waehrend man sich gemuetlich ein Football Spiel ansieht. Allerdings wird wohl
das -50 Grad Problem da im Weg stehen. Ich weiss auch nicht genau, wie die
arbeiten (wahrscheinlich auch mit Kabel hinaus aus dem Grill), da wir es bei
uns
noch nicht so weit haben kommen lassen...
Mit Kabeln im Ofen hatten wir noch nie Probleme. Die muessen eben nur
hitzebestaendig sein. Die Auswertung geschah oft ueber PC mit Digitizer Karte.
Da hatte man am Ende eine schoene Dokumentation, wenn gewuenscht mit
graphischer
Darstellung aller Messpunkte. Solche Messungen liefen in der Produktion ueber
viele Jahre ohne einen Mucks. Ausser dass schon mal ein Thermoelement abbrach
oder beim Nachladen des Ofens verloren ging.
Das einzige Problem was wir in den 80ern damit hatten war, dass wir es nicht
immer in Farbe drucken konnten weil diese Drucker zu teuer waren.
Martin, mit Rollhebelschaltern sind 1/10 mm wohl schwierig. Wenn man zur Web
Site des Herstellers geht, bekommt man recht gute Toleranzdaten fuer Schalter.
Auch Schalter haben richtige Datenblaetter. Hatte ich beim letzten Consulting
Job gebraucht, und da haben wir den Schalter dann gegen einen optischen
ersetzen muessen. Die sind sehr praezise, aber wenn man alles in einer
Baueinheit haben moechte, muss irgendetwas durch den Lichtschrankenbereich
passieren.
Reed Schalter sind gut, aber da muss ein Magnet "vorbeifahren".
Martin, das haengt alles davon ab ob das in Serie gehen soll oder nur einmal
gebraucht wird. Hall Sensoren sind sicher eine Alternative. Das waere ein
Start:
Einen kleinen Magnet kann man ja von den Kuehlschrank Labels (gibts die in
Deutschland auch so viel?) abschneiden.
Fuer eine Gross-Serie wuerde ich eine kleine Spule mit Kern bauen und der
Blendenhebel bekaeme einen kleinen Positionszapfen. Die Spule bekommt ein paar
zig Kilohertz und sitzt in Serie mit einem Widerstand auf der Elektronik. Das
sollte ein gutes Signal (voltage change) geben, wenn der Positionszapfen nahe
genug vorbeikommt. Man kann auch einen Oszillator bauen so dass beim Belasten
mit Metall vor der Spule die Schwingung abreisst. Das haben wir mal in einer
Steuerschaltung fuer Lokomotiven gemacht weil es recht zuverlaessig bei Wind
und Wetter funktionierte.
Sorry fuer die klobigen Saetze, aber technisches Deutsch geht nicht so leicht
von der Hand.
Martin, mit einem Hall Sensor koennte die Magnetvariante gehen. Mit Reed
Kontakt habe ich Zeifel, ob 1/10 mm einhaltbar sind auf Dauer.
Die Spulenvariante ist aufwendig, aber wenn das ein Industrielabor ist und
nicht alles gestern fertig sein muss, waere das doch ein schoenes Projekt fuer
einen EE Praktikanten. Der Positionszapfen koennte dann einfach eine ganz
duenne in die Alu-Scheibe gedrehte Schraube sein.
Martin, hier ist jemand mit sehr aehnlichem Problem. Vielleicht hilft dieser
Thread:
Subject: hall sensors to detect slideby position of a magnet
Date: Sat, 10 Apr 2004 12:43:17 GMT
From: "mook johnson" <mook@mook.net>
Newsgroups: sci.electronics.design
Die haben einiges in Sachen Naehrungsschaltern und Positionsdetektion geleistet
und dies ist ja eine Anwendung in der Richtung. Es sind allerdings 15 Jahre
her, dass ich mit Turck beruflich zu tun hatte. Aber eine Anfrage wird helfen.
Uni-Labor ist doch super. Wenn es bei Euch eine E-Technik Fakultaet gibt dann
kann man ja locker jemanden bekommen. Wir haben das oft uebers Bulletin-Brett
in der Mensa geregelt. Das Essen schmeckte da nicht sehr gut und ich habe immer
selbst gekocht, aber das Board war gut um Jobs zu finden. Genau solche Jobs bei
Instituten andere Fachrichtungen. Manchmal bin ich die 7 km dahin geradelt, nur
um nachzusehen. Sogar einen Bohrinseljob in der Nordsee bekam ich mal darueber.
Christian, wenn der PC ohnehin im Nebenraum steht, kaeme vielleicht ein
RF Remote in Frage. Das sind die kleinen Kaestchen, mit denen man etwa
eine PowerPoint Presentation vom Pdium aus fernsteuern kann. Viele haben
vier oder mehr Tasten und sind ziemlich robust, manche sogar gegen
Fluessigkeit die versehentlich drueber gekippt wurde. Eine Firma:
Es gitb aber noch einige andere Hersteller. Wir haben so etwas aehnliches
im Haus, um Lampen und andere Elektrik zu schalten. Die Batterien leben
sehr lange.
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