> Im Prinzip geht es darum, Spannungen bis 24V Gleichstrom zu steuern.
> Aber wieso ist es bei 230VAC gefährlich, wenn ich ein Relais nehme,
das
> 16A schalten kann, kann es doch bei Relais keine größeren
Gefahren
> geben, oder? Die beiden Stromkreise sind dann doch völlig voneinander
> getrennt?
Ja, aber nur dann, wenn Du die Schaltung richtig aufbaust und richtig
damit umgehst. Wenn Du z.B. zwei Pins am Relais verwechselst, die Platine
ungluecklich designst, die Zugentlastung fuer Netzleitungen vergisst oder
einfach nur mit Deinen Fingern die falsche Stelle beruehrst, dann sieht
das schon anders aus.
Deshalb der Hinweis bezueglich der noetigen Erfahrung.
> Wolfgang Mahringer <wolfgang.mahringer@sbg.at> writes:
>
>> LM3914 heißt das Teil, kannst Du auch z.B. mit 12V versorgen.
Und wenn
>> Du Relais nimmst, die wenig Strom ziehen (so 20mA oder so) könnte
man
>> die sogar direkt (ohne Treiber) an den LM3914 dranbauen. Sonst halt je
>> einen PNP-Transi als Treiber.
>
> das ist genau, was mir vorgeschwebt hat. bloss draufkommen muss man...
> achso, ein uln2803/2804 kann das nicht ansteuern?
Da der LM3914 Open-Collector-Ausgaenge hat und diese natuerlich low-aktiv
sind, braeuchtest Du bei Verwendung eines ULN2803 zusaetzlich noch fuer
jeden Kanal einen Inverter mit davor befindlichem Pull-Up-Widerstand. Da
gehts mit den Transistoren wohl einfacher...
Post subject: Überspannungsschutz für Analogeingänge eines uC
Posted: 2003-08-08 18:58:11
Replies: 8 Views: 1432
Helmut Neemann wrote:
> Aguja schrieb:
>>
>> Es gibt von Atmel eine Dimmer-AN. Dort werden die Dioden genau
>> beschrieben und gezeigt, wie man nur über einen großen
Widerstand
>> Netzspannung an einen armen AVR legt.
>>
> Ich kann diese AN nicht finden. ;-) Ich habe etwas ähnliches nur
für
> PICs gefunden. Wenn Du eine Atmel-AN hast, kannst du mir die per E-Mail
> schicken?
> ich möchte mit zwei auf einer Welle sitzenden Lichtschranken, die
sich
> je nach Drehmoment torsieren, die Drehzahl und das Drehmoment messen.
> Dabei will ich so ein Counter-Teil verwenden (82C54 ->
> http://www.tfh-berlin.de/~rozek/pdf/data sheet 8254.pdf). Hat jemand
> schon erfahrungen mit dem Teil gemacht?
>
> Konkret will ich einfach mit der einen Lichtschranke die Zeit (Clocks)
> für einen Umfang messen und dann auch noch die Zeitverschiebung zur
> Zweiten.
Zu den grundsaetzlichen Problemen dieser Messmethode haben ja schon
Rafael und Ingolf geantwortet. Mein Kommentar zum 8254:
Ich nehme an, das Ganze soll eine PC-Steckkarte werden. Wenn nicht, wo
willst Du den 8254 anschliessen? Moeglicherweise waere es flexibler und
mit weniger Hardwareaufwand verbunden, einen Mikrocontroller zu verwenden.
Ob der 8254 Dir helfen kann, wird vor allem von der Frequenz des
auszuwertenden Signales abhaengen. Wenn die so niedrig ist, dass Du die
Dauer einer einzelnen Periode messen willst, dann nuetzt der 8254 nicht
viel, da er keine Moeglichkeit bietet, per Hardware-Trigger den aktuellen
Zaehlerstand zwischenzuspeichern (um ihn dann in Ruhe auslesen zu
koennen). Der Gate-Eingang ist hier nicht wirklich hilfreich.
Bei hoeheren Frequenzen koenntest Du den 8254 allerdings sehr wohl
verwenden, um ihn nach einer festgelegten Anzahl von Zaehlimpulsen einen
Interrupt erzeugen zu lassen. Den Abstand der Interrupts koenntest Du
dann aus dem Stand des im PC bereits eingebauten 8254 ermitteln - das
Ganze wird aber wohl auch nicht sehr genau.
> Ich würde gerne die Frequenz eines Rechtecksignals messen. Es hat den
> Scheitelwert von 5V (TTL). Die Frequenz sollte auf einem
> Drehspulinstrument (100µA) bis 10kHz dargestellt werden können.
> ich habe mir das Bauteil 4043 besorgt, was laut Datenblatt ein
> RS-Flip-Flop ist.
Nicht eines, sondern vier.
> Nun habe ich, nach Datenblatt, auf den Pin 16 +12V und an Pin 8 Ground
> gelegt. Ich habe ein Computernetzteil als Stromquelle benutzt. An Pin 2,
> laut Datenblatt Q1, habe ich über einen 10k Ohm Widerstand und einen
> Transistor (BC 140), um das IC nicht zu belasten, eine LED
> angeschlossen. An den Pin 5 habe ich auch +12 V angelegt (Enable Pin).
> Wenn ich nun das Netzteil anschalte, dann leuchtet die LED und über
Pin
> 3 kann ich sie nicht "abschalten". Dieser solle der Reset
Eingang sein.
> Jetzt ist die Frage, was ich falsch gemacht habe.
Bei Verwendung von Tastern an den Eingaengen der Flipflops (nach +12V)
muessen diese Eingaenge gleichzeitig ueber Pulldown-Widerstaende (z.B.
10k) mit GND verbunden werden, damit immer ein definierter Pegel anliegt.
Weiters sollten auch alle Eingaenge der drei *nicht* benutzten Flipflops
des ICs beschaltet werden (z.B. an GND legen).
> Gibt es eine Standardtechnik, wie man bei AVRs testet, ob eine
> Wechselspannung geschaltet wurde, also anliegt?
Wenn Du mit moeglichst wenig Hardware auskommen willst, reicht sogar ein
einziger Widerstand in Serie mit Deiner Eingangsspannung, selbst dann,
wenn diese hoeher als die Betriebsspannung des AVR ist. Denn die im AVR
eingebauten Schutzdioden nach Vcc und nach GND sorgen fuer die Begrenzung
auf den zulaessigen Spannungsbereich. Durch die Dioden sollte allerdings
nicht mehr als 1 mA fliessen, daher ist der Widerstand noetig. Weiters
enthaelt jeder Port-Eingang einen Schmitt-Trigger, sodass es keine
Probleme mit undefinierten Spannungswerten (zwischen "0" und
"1") gibt.
Du kannst also per Software jede Halbwelle der Eingangsspannung erkennen.
Wenn Dein Programm innerhalb der (bekannten) Periodendauer eine Aenderung
des Pegels am betreffenden Eingang feststellt, dann weisst Du, dass die
Wechselspannung anliegt. Du brauchst dazu natuerlich einen Timer, sodass
Du in regelmaessigen Intervallen den Eingang abfragen kannst (wenn Du fuer
die Wechselspannung einen Interrupt-Eingang frei hast, geht das noch etwas
leichter). Vermutlich solltest Du bei dem betreffenden Eingang auch den
Pull-Up-Widerstand aktivieren, damit bei ausgeschalteter Wechselspannung
auch wirklich ein konstanter Pegel anliegt.
Ansonsten empfehle auch ich die von MaWin vorgeschlagene AppNote...
> Ich hab letztens eine Maus ausgeschlachtet udn die Taster un einiges
> anderes herausgelötet.
>
> Die Taster haben alle 3 Kontakte. Welche muss ich benutzen?
Das haengt erstens von den Tastern ab, und zweitens davon, was Du damit
machen willst. Mit der von Dir gelieferten Fuelle an Informationen ist es
leider voellig unmoeglich, Genaueres zu sagen. Oder waere Dir geholfen,
wenn ich jetzt schreibe, dass Du den ersten und den zweiten Kontakt
verwenden sollst?
Vermutlich handelt es sich bei dem Taster um einen Umschalter. Du wirst
wohl die fuer Deine Anwendung passenden Anschluesse mit einem Multimeter
(oder bei Fehlen eines solchen mit einer Batterie und einem
Gluehlaempchen) identifizieren muessen. Das sollte sich innerhalb weniger
Sekunden machen lassen.
Post subject: Problem beim Verketten von Schieberegister
Posted: 2003-09-09 16:41:18
Replies: 6 Views: 1970
Hanno Rein wrote:
> Ich hab aber solangsam meine Zweifel, dass das am letzten Ausgang
> liegt.
Das kannst Du ja leicht pruefen, indem Du die letzte LED jedes Registers
testweise abklemmst. Aber auch wenn das nicht der (einzige) Grund ist,
wuerde ich einen CMOS-Ausgang *nicht* gleichzeitig auf eine LED und einen
weiteren Eingang legen.
> Ich lade am Anfang alle 8 Register (64 Bit) mit 1 auf. Dann lasse ich
> langsam ein Muster "0000000001" einlaufen. Irgendwann schalten
alle
> Schieberegister (bis auf das erste) ganz plötzlich auf 0.
Hast Du vielleicht vergessen, die /MR-Eingaenge (Master Reset) der HC164-ICs
auf Vcc zu legen? Weitere Hinweise (Abblock-Kondensatoren, LED-
Stromaufnahme) kamen ja bereits.
Post subject: Wieder mal: PC an 12 Volt. Aber nicht im Auto ;-)
Posted: 2003-09-13 08:38:56
Replies: 8 Views: 99
Daniel Fett wrote:
> VIA Epia natürlich!
Ist zwar nicht wirklich eine Antwort auf Deine Frage, aber vielleicht
hilft es ja trotzdem: die fuer Epia-Boards ausgelegten Mini-ITX-PC-
Gehaeuse von Casetronic bzw. Morex werden mit einem externen 12-Volt-
Schaltnetzteil und einer im Gehaeuse befindlichen DC/DC-Wandler-Platine
geliefert, an die der ATX-Stecker des Mainboards und die Laufwerke
angeschlossen werden. Ein solcher PC muss also nur mit 12 Volt versorgt
werden.
Diese und andere Infos zu Epia-Boards sowie einen passenden Online-Shop
mit viel Zubehoer gibt es unter <http://www.mini-itx.com/>. Das "PSU
Kit"
(55-Watt-Netzteil, passender DC/DC-Wandler, Kleinmaterial) ist dort auch
einzeln erhaeltlich. Ausserdem gibts eine Liste mit Haendlern, die das
Zeug vertreiben.
Anmerkung: wem 55 Watt wenig vorkommen: fuer ein System mit Epia-Board
reicht das meistens voellig aus; die darauf befindliche CPU benoetigt (je
nach Typ und Taktfrequenz) nur zwischen 2 und 8 Watt. Da geht sich dann
noch eine IDE-Festplatte und ein Notebook-CDROM-Laufwerk aus, mehr
allerdings nicht...
VIAs Mini-ITX-Spezifikation (inkl. Anforderungen an die Stromversorgung)
gibts unter
Post subject: Beschreibung/Datenblatt: SEC5244WS 7-Segment-Anzeige
Posted: 2003-09-15 14:49:16
Replies: 2 Views: 242
Thomas Carp Neidl wrote:
> ich habe hier eine 2-Digit, 7-Segmentanzeige mit folgendem Aufdruck
> rumliegen: Senior SEC5244WS, kann leider per google und was weiss ich
> nicht alles keine Beschreibung zu dem Teil finden.
Ich gehe einmal davon aus, dass es sich um eine LED-Anzeige handelt. Dann
sollte es doch relativ leicht moeglich sein, durch Ausprobieren (Anlegen
von z.B. 9 Volt ueber einen 470-Ohm-Vorwiderstand und nachschauen, was
leuchtet) die Anschlussbelegung herauszufinden.
Vermutlich hat das Ding eine fuer alle Segmente gemeinsame Anode (oder
evtl. eine gemeinsame Kathode), und wenn Du die einmal gefunden hast, geht
die Identifikation der restlichen Pins wohl ziemlich schnell vonstatten.
Weitere Daten (Durchlass-Spannung, Strom etc.) kann man ohne Datenblatt
zwar nur schaetzen, sie werden aber vermutlich denen anderer Displays
derselben Groesse und Farbe aehneln.
> in meiner Schaltung (zwanzig Jahre bewährt) verwende ich ein IC
CD4051
> als Multiplexer.
> In letzter Zeit tritt be ienigen Prozenten der Prints ein
merkwürdeiger
> Effekt auf: der Ausgang hat einen Offset gegen Minus. Der Signalteil
> wird mit +- 8V gespiesen, der Digitalteil mit 0/8V.
Ich habe zwar keine Ahnung, ob das die Ursache sein kann; mir faellt aber
auf, dass die Versorgungsspannung des Analogteils (Vdd-Vee) bei Deiner
Schaltung 16 V betraegt. Laut Datenblatt sind (zumindest bei Philips) nur
15 V erlaubt (bei "Absolute Maximum Ratings" steht zwar 18 V, aber es
ist
nicht gesagt, dass das Ding dann noch korrekt funktioniert).
> Um das elegant zu bewerkstelligen, solltest Du wissen, dass man LEDs,
> wenn man sie gepulst betreibt, auch mit einem mehrfachen des angegebenen
> Stromes belasten kann.
Bei der Software sollte man dann aber nicht vergessen, den Watchdog des
Controllers zu benuetzen, so dass im Falle eines Absturzes die LEDs vor
einem zu lange dauernden "Impuls" bewahrt werden. Im Reset-Zustand
muessen
natuerlich alle Treiber aus sein...
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