Post subject: Re: E-Technik Studium: Erlangen oder Ilmenau?
Posted: 2003-07-16 19:31:23
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Rafael Deliano wrote:
> Es wird sehr wenig Firmen geben die Jung-Inginöre
> zu recht saftigen Gehältern einstellen und
Die großen Firmen wollen doch sowieso vor allem
deshalb Absolventen, weil sie halt relativ günstig
kommen. Nicht ohne Grund haben teilweise Leute
mit über 40 dann schon Probleme, einen Job zu
finden.
> Geld einspielen. Ein "Diplom" egal ob Uni oder
> FH hilft da wenig.
Sehe ich nicht so. Ohne Diplom wird Dich kaum
jemand einstellen. In der Entwicklung (mal von
irgendwelchen WWW-Designer abgesehen) wirst Du bei
den meisten Firmen niemanden finden, der nicht
studiert hat.
> Man sollte sich besser
> via ebay mit Geräten & Literatur versorgen
> und sicherstellen, daß man dann auch was kann.
Das ist allerdings richtig. An der Unis (so
jedenfalls meine Erfahrung) lernt man viele wichtige
Arbeitswerkzeuge, die man später fast immer benötigt,
nicht kennen. Dazu zahlen IHMO heute vor allem
Programmiersprachen und Softwaredesign.
Post subject: Re: E-Technik Studium: Erlangen oder Ilmenau?
Posted: 2003-07-18 21:17:47
Replies: 70 Views: 1840
Aguja wrote:
> - Die, die nur auf das abgeschlossne Studium schauen und
Wobei das allerdings tatsächlich relativ wenig aussagt. Wer
als Student nicht auch ein großes persönliches Interesse
an Technik mitbringt und Lust hat, sich neue Techniken
anzueignen, hat zwar am Ende einen Schein, ist aber in der
Praxis nicht effektiv zu gebrauchen. Davon gibt es leider
relativ viele Leute.
> - Die, die lieber/unbedingt jemanden mit Praxiserfahrung wollen
IHMO sollte man über beides verfügen, wobei es sicherlich
auch gute Leute ohne Diplom gibt. Trifft man in Firmen aber
IHMO selten bis garnicht an.
> Wegen meiner vielen praktischen Erfahrungen und Kenntnisse scheine
> ich trotz meines nur halben Info-Studiums durchaus Chancen zu haben
> - das haben mir Telefonate und Mails in letzter Zeit bestätigt. Dumm
> nur, daß es kaum Leute gibt die jemanden in Teilzeit einstellen :-(
Eigentlich sollte die Industrie doch bei der jetzigen
Wirtschaftslage Teilzeit lieben :).
> Auch da hast Du recht und nicht recht - das Zeugs veraltet halt so
> schnell...
Programmiersprache wie C/C++ und Software Design veralten
kaum. Extrem viele Absolventen beherrschen kaum C, obwohl man
das in der Entwicklung fast immer braucht.
> Ich suche einen bestmöglichen Schutz (für PC-Netzteile) den man
einfach
> vor den PC klemmen kann, ohne da an der Hausinstallation bauen zu
> muessen (jaja ich weiss man braucht Grob - und Feinschutz, das ist aber
> leider nicht möglich) und der den bestmöglichen Schutz für
diesen
> Kompromiss bietet.
Die c´t hat vor einiger Zeit (== Jahren) solche Geräte getestet.
> Z.B. so ähnlich aufgebaut wie ein
> Telefonüberspannungsschutz, mit Gasableitern + Schutzdioden und mit
> einer separaten Erdungsklemme. Kennt Ihr da gute Produkte?
Die Produkte von Phoenix Contact (gibt es seit neustem bei (Profi-)
Conrad)) haben ganz gut abgeschnitten. Habe ich hier verbaut.
> Welcher
> Hersteller käme in Frage, der auch wirklich einen Schutz baut, der
dem
> Stand der Technik entspricht? Dem Sparschutz der in den Netzteilen oder
> Schutzsteckerchen aus dem Baumarkt oder USVen drin sein soll, traue
> ich nicht mehr.
Die Dinger aus dem Baumarkt entsprechen nicht dem Stand der Technik
und sind anscheinend auch eine mögliche Brandursache, da nicht
gegen Übertemperatur gesichert (ist nur ein Varistor drin, sonst
nichts).
> Hintergrund: Regelmässig "sterben" bei Bekannten und mir
die PC-
> Netzteile.
Nanu. Das ist aber eher ungewöhnlich und da werden diese Zwischen-
stecker wohl garnichts bringen.
> Den Dingern (selbst Markenware, die in ct "gut" getestet
> wurde) kann man nicht trauen.
Billigschrott halt. Mein Markennetzteil ist auch nach wenigen
Wochen ausgefallen.
> dahinter befunden. Alle andren Geräte im Stromkreis blieben aber
> unbeschadet.
Und Dein PC ist ok? Klingt alles irgendwie etwas merkwürdig.
Bitte den Realnamen setzen, alles andere gilt im Usenet
als unhöflich. Danke.
> nachdem mich mein neues Buch über C für Mikrocontroller
> enttäsucht hat, dachte ich mir, frag doch mal die NG.
>
> Ich suche FÜR ANFÄNGER eine Einführung in C mit der
Prämisse
> auf Microcontroller der 8051 Reihe. <-----------
Da wirst Du kein gutes Buch finden. Eine Sprache sollte
man niemals abhängig von einer CPU oder einem OS lernen.
Lerne zuerst die Sprache ANSI C und für den Rest braucht
man kein Buch: wer C programmieren kann, kann jede CPU
in C programmieren (die Erweiterungen des Keil Compilers
für den 8051 sind z.B. relativ klein).
> Also auch deren speziellen Sachen und MIT Beispielen. <-----------
> (wenn es geht mit Erklärung zu den Programmier Beispielen)
Du willst Dir "Kernighan & Ritchie, Programmieren in C,
2. Aufl." kaufen.
> Ich habe keinerlei Vorkenntnisse in C (Ass und Basic schon) !
Dann solltest Du die Sprache zuerst auf einem System mit
einem guten Debugger erlernen: also auf dem PC.
> Suche dahingehend gute Links im Netz, die Bücher sind ja dahingehend
> nicht zu gebrauchen.
> Die AVR und die PIC sind für C zwar eher geignet,
PICs für C geeignet? Wie kommst Du darauf? Deren uralte
Architektur (aus den 70ern?) ist eigentlich für alles außer
Assembler völlig ungeeignet. Aber auch der 8051 ist für
C IHMO nur bedingt zu gebrauchen (schon solche elementaren
Dinge wie Pointer werden, jedennfalls beim Keil, in
Software emuliert.
> aber
> ich brauch C nun mal wegen der Komplexität der
> Aufgabenstellung. BASIC zu unflexibel, ASS zu umständlich
> für diesen Fall.....
Assembler ist IHMO sowieso nur in sehr wenigen Fällen
heute noch sinnvoll.
> > Lerne zuerst die Sprache ANSI C
> ANSI C (ISO C) kennt beispielsweise keine I/O-Zugriffe,
Das ist so pauschal z.B. schon mal völliger Blödsinn. Nicht selten
wird sowas z.B. über bestimmte Memory Adressen gemacht und das
geht sogar mit Standard ANSI C:
unsigned char *video mem = 0x232323;
video mem[0] = 0x00;
...
Ansonsten sehen z.B. Portzugriffe sowieso auf jedem System und
bei jedem Compiler anders aus. Aber wenn man bereits ANSI C
kann, ist es kein Problem, sich die dafür notwendigen, proprietären
APIs in 5 Minuten anzueignen:
unsigned char a;
a = inp (0x50);
> ist eine
> reine Intellektuellen-Sprache für Informatiker.
Du solltest Dich vorher bitte mal richtig informieren, bevor Du
einem Einsteiger einen solchen Unfug erzählst. Das wichtigste in
der Entwicklung ist übertragbares Grundlagenwissen. Wer ANSI C
kann, kann eigentlich alle Embedded Systeme ohne große Einarbeitung
programmieren.
Leute, die nur einen bestimmten Compiler wie z.B. Keil kennen,
sind dagegen in der Praxis nicht zu gebrauchen.
> Man versuche nur
> einmal in den üblichen C-Newsgroups eine Frage nach Portzugriffen
> zu stellen... BTDT :->
Nein, das sollte man nicht versuchen, da das dort nicht
hingehört. Nur was hat das jetzt mit dem Thema zu tun?
Sprechen wir hier von irgendwelchem Gehacke oder von einer
prof. Herangehensweise?
> Für Anfänger empfehle ich vielmehr einen der üblichen
Compiler:
> Für Jemanden, der vor der Kommandozeile keine Angst hat, ist der
> GCC brauchbar (und anspruchsvoll) - hier insbesondere der AVR-GCC,
> der wie der Name schon sagt, für die AVR-Controller-Familie
> angepasst wurde.
Ach und der gcc ist kein ANSI C/C++ Compiler? Interessante These.
Mal davon abgesehen, daß der gcc für die gewünschte 8051 Ziel-
architektur nicht geeignet ist.
> > Du willst Dir "Kernighan & Ritchie, Programmieren in C,
> > 2. Aufl." kaufen.
> Davon ist heute sehr abzuraten.
Jede, der etwas Ahnung von C-Programmierung hat, wird Dir hier ganz
sicher nicht zustimmen. Das Buch ist nicht ohne Grund die Bibel der
C Programmierer. Weitere Bücher zu C wird man in der Regel nicht
benötigen.
> Abgesehen von der sehr schludrigen
> Übersetzung (der Übersetzer konnte kein Deutsch) ist das
Kernighan
> und Ritchie-"C" eher von historischem Wert.
Kannst Du Dich bitte mal informieren? Das Buch beschreibt keineswegs
K&R-C sondern ANSI-C.
> Leider kenne ich noch
> kein Standardwerk zu C99
Wofür brauchst Du im Embedded Bereich bitte C99?
> - dem aktuellen C-Derivat, das international
> von ANSI und ISO als Standard anerkannt ist - welches heute inzwischen
> von fast allen modernen Compilern zumindest teilweise unterstützt
wird
ROTFL, na klar. Mal abgesehen vom gcc dürfte es wenige, verbreitete
Compiler geben, die überhaupt was von C99 unterstützen (mal von den
C++ Kommentaren abgesehen).
Post subject: Datenuebertragung Mikrocontroller -> PC per USB oder TCP/IP
Posted: 2003-07-28 20:37:12
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Michael Eggert wrote:
> per TCP (bevorzugt) oder USB zum PC übertragen, Latenzzeit ist egal.
Das ist gut, da Latenz z.B. bei USB ein echtes Problem ist (mind.
1ms).
> Gibt es ein IC/Modul, in das ich in dieser Geschwindigkeit Daten
> reinschieben kann, und das diese dann über TCP oder USB
überträgt? Der
> Mikrocontroller sollte nicht darauf warten müssen, daß er Daten
> loswerden darf, folglich müsste schon ein entsprechend großer
FIFO
> integriert sein.
Nimm doch einfach einen 8051 Controller mit USB Core. Wir setzen in
der Firma davon zwei ein:
*) TI TUSB 3210
*) Cypress EZ-USB (gibt es für USB 1.1 und USB 2.0).
Datendurchsatz liegt bei knapp unter 1 MByte/s. Der TI ist ein relativ
simpler Controller, der TI typisch absolut unbrauchbar dokumentiert ist.
Der EZ-USB ist der Standard-Controller für diese Anwendung und hat
div. nette Features wie DMA und Hardware FIFOs.
Beide Controller können vom PC via USB oder aus einem I2C EEPROM
gebootet werden.
> Ich habe beim googlen was von "TCP Stack" gelesen, was auch
immer das
> ist, ´99 musste man das wohl noch selbst machen. Gibts da inzwischen
> Lösungen, die das gleich drin haben?
TCP/IP würde ich nur machen, wenn man das wirklich benötigt. Die USB
Controller lassen sich easy in C programmieren und der Aufwand ist
relativ klein.
Post subject: Datenuebertragung Mikrocontroller -> PC per USB oder TCP/IP
Posted: 2003-07-29 20:17:48
Replies: 44 Views: 494
Michael Eggert wrote:
> Jetzt seh ich grad, das Ding ist "USB 1.1 and USB 2.0"
compatible.
> Bedeutet das, daß das Teil:
> - an USB 2.0 nicht abstürzt, aber trotzdem mit 1.1-Geschwindigkeit
> trödelt und dabei genausoviel Buszeit frisst wie am 1.1 Bus?
> ODER
> - an USB 2.0 zwar auf Dauer auch nicht mehr Daten rüberbekommt, die
> aber in kurzen, schnellen Paketen schickt, so daß genug Ressourcen
> übrigbleiben?
Das bedeutet, daß mal wieder die Freunde aus der Marketingabteilung
am Werke waren. USB 2.0 ohne Zusatz ist nur ein neuer Name für USB 1.1.
Wenn Du echtes USB 2.0 haben willst, mußt Du auf den Zusatz "USB 2.0
Highspeed" achten.
> >Und dann
> >kann es ja auch noch passieren das jemand der deine Schaltung benutzt
> >auch noch etwas anderes am USB-Port haengen hat oder?
USB wird doch heute fast nur als Punkt-zu-Punkt Verbindung genutzt.
Post subject: Datenuebertragung Mikrocontroller -> PC per USB oder TCP/IP
Posted: 2003-07-29 20:21:05
Replies: 44 Views: 494
Michael Eggert wrote:
> Ja, leider. Das gesamte USB-gedöns ist aber schon in Hardware drin,
> oder?
Ja, vermutlich als ROM-Code.
> Das heißt, ich muss die Daten nur in irgendwelche Register
> pumpen und gut ist?
Diese ICs haben meistens zwei 64 Byte große USB-Buffer, die
man wechselseitig beschreibt und an den Chip signalisiert.
> Dann könnte ich ja noch ein bissl was nützliches
> rein programmieren.
Wirklich verarbeiten können diese ICs schon den Datenstrom
von USB 1.1 (also ca. 1 MByte/s) nicht. Eine if-Abfrage
pro Datenbyte kann da schon zuviel sein.
> FIFO für 500k auf externem Ram zum Beispiel. Oder
> gar ein paar Berechnungen drauf laufen lassen. Ich werd mir das mal
> genauer anschauen.
Post subject: Datenuebertragung Mikrocontroller -> PC per USB oder TCP/IP
Posted: 2003-07-31 19:37:55
Replies: 44 Views: 494
Michael Eggert wrote:
> > *) TI TUSB 3210
> Schaue ich mir gleich an.
Zu dem gibt es übrigens eine eigene Mailing Liste.
> >der TI typisch absolut unbrauchbar dokumentiert ist.
> Na sowas liebe ich :-(
Scheint aber gerade bei TI typisch zu sein. Es ist mir z.B. nach
der Doku nicht gelungen, den IC in den USB Stromsparmodus zu
versetzen. Den Support von TI kann man auch vergessen.
Würde ich zukünftig nicht unbedingt einsetzen.
> Gibts ne brauchbare, kostenlose Entwicklungsumgebung?
Sind halt alles 8051er und der Standard ist dort der kommerzielle
Keil C Compiler. Gibt aber wohl auch OpenSource Geschichten,
siehe vermutlich freshmeat.net.
> Besser dokumentiert?
Ja, ist außerdem der Standard USB Controller überhaupt.
> >Die USB
> >Controller lassen sich easy in C programmieren und der Aufwand ist
> >relativ klein.
> Bei beiden?
Post subject: Datenuebertragung Mikrocontroller -> PC per USB oder TCP/IP
Posted: 2003-07-31 19:41:08
Replies: 44 Views: 494
Michael Eggert wrote:
> Bei 48MHz clock? Is ja ekelhaft!
Frage lieber nicht, wieviele Takte die pro Assembler Befehl
brauchen. Der TI liegt bei ca. 1 MIPS Rechenleistung.
Kannst Dir ja leicht ausrechnen, wieviel Befehle Du pro
Byte bei dem Zieldurchsatz hast.
Der Cypress ist etwas schneller (Faktor 4?).
Also viel anfangen kann man mit dem 8051 Core nicht. Ist
also eher ein schlauer Port IO nach USB Converter.
> Sind die so mies,
Naja, 8051 ist ja nicht gerade eine tolle Geschichte.
Ein ARM oder MIPS Core wäre natürlich schöner :).
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