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Holger Bruns wrote:
>
> ... polemisch: Wenn nur in HF machen dürfte, der die 10 bis 20
> Millionen Euro pro Meßgerät über hat, die es einzig
bringen, ...
Ähem. Networkanalyzer und Spektrumanalyzer, sagen wir mal bis 6 GHz,
kosten dich, wenn du dich lange genug umschaust vielleicht 30k
(beide zusammen). Das bedeutet dann zwar noch nicht, daß du auch
wirklich in der Lage bist, eine vernünftige HF-Schaltung zu designen :-(
- aber: die S/W, die du brauchst, um im Frequenzbereich jenseits von
ein paar Hundert Megaherz präzise Vorhersagen über die Performance
deiner Schaltung zu machen, ist mindestens genauso teuer.
Und für mit 1e6 Fragezeichen starte ich dir locker eine abitionierte
Entwicklungsfirma - die Kohle ist nicht das Problem. Man braucht
Kontakte zu möglichen Kunden, Aufträge, ein wohltönendes Konzept
für die Bank (neusprech: business plan) und die Zuversicht im Bauch,
daß man die Investition in fünf Jahren wieder eingespielt hat.
Ansonsten habe ich bei einigen großartigen Leistungen unserer
Kollegen von der Amateurfunkabteilung auch schon eine Menge
grandioser Flops gesehen. (einfach mal das ARRL Handbuch durchblättern,
und du weißt, was ich meine) Zu guter Letzt muß man einfach
anerkennen,
daß man nicht mit nakten Fingern irgent ein technisches System
aufbauen kann. Und leider ist die Hochfrequenztechnik von unserer
alltäglichen Erfahrung derart abgehoben, daß es halt ohne eine
ziemlich aufwändige Grundausstattung nicht geht.
mfg
Peter
PS: baue gerade LOs und VCOs bei 1.5 und 4.5 GHz. Und ich sehe
nicht den Hauch einer Chance, sowas ohne die o.g. Geräte hinzubekommen.
(+/- 1 Promille Drift im Temperaturbereich von -40 bis +85°C, -80 dBc
Phasenrauschen bei 10 kHz Frequenzoffset. Und ja, es geht. Mit einer
ziemlich einfachen Schaltung sogar)
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