Leute, der OP trollt oder scherzt. Das merkt man nicht nur an der
Newsgroup-Auswahl des Originalpostings. Dass das hier einige Leute
Ernst nehmen und teilweise sogar verteidigen, befremdet dann doch.
Siegfried Schmidt <usenet-57@schmidt.ath.cx> wrote
> Hallo Heiko,
>
>> Leute, die so wie Du denken, machen in Deutschland den Strom teuer!!!
>
> Die Nutzung des Preisgefälles von Waren hat eine viel längere
> Tradition als der Gebrauch von Strom oder die Existenz Deutschlands
> und ist ein höchst ehrenwertes Gewerbe.
Dass verschiedene "Stromarten" verschieden teuer an die Erzeuger
bezahlt werden, hat vor allem mit vom Gesetzgeber gewollter
Quersubventionierung zu tun. Dass manche Verbraucher bereit sind, für
bestimmte "Stromarten" mehr auf den Tisch zu legen als für
bestimmte
andere, hat mit deren Idealismus zu tun (was immer davon zu halten sein
mag). Der OP schlägt defacto vor, diese Verbraucher (und auch die als
Zwischenhändler auftretenden Stromkonzerne) zu betrügen. Denn er gibt
ihnen ja gar nicht den Windstrom, für den sie aus Idealismus mehr zu
zahlen bereit sind, sondern Atom- oder Kohlestrom, der durch eine
energetisch besonders ineffektive Umwandlungskette geleitet wurde, an
der zufällg eine zweckendfremdete Windanlage beteiligt war - und das
nur aus dem einzigen Grund, damit die Umetikettierung des Atomstroms zu
vorgeblichem Windstrom unbemerkt bleibt. Dafür würden diese
Öko-Kunden bestimmt nicht freiwillig mehr zahlen, wenn sie davon
wüssten. Sie im Glauben zu belassen, es sei anders, und ihnen dafür
einen überhöhten Preis abzunehmen, ist nicht nur unehrenwert, sondern
ein Straftatbestand. Außerdem wäre es ein Missbrauch
öffentlicher
Förderung, für den dasselbe gilt.
Möglicherweise war es die Absicht des OP, die Absurdität von nach
"Erzeugungsart" unterschiedener Strompreisen und die
Preissubventionierungspolitik aufs Korn zu nehmen, wozu er ein
Missbrauchsszenario konstruiert hat. Das ändert nun aber nichts daran,
dass der vorgeschlagene Missbrauch einer wäre.
> Dein Job steht aus struktuellen Gründen mit Sicherheit nicht wegen
> solcher Kleinigkeiten auf dem Spiel.
Eine neoliberale Seifenblase rundet das Posting passend ab. :)
Gruß
wolfgang
FUp -> de.soc.wirtschaft
--
Über alle Sektorengrenzen hinweg rollt Deine S-Bahn
Leute, der OP trollt oder scherzt. Das merkt man nicht nur an der
Newsgroup-Auswahl des Originalpostings. Dass das hier einige Leute
Ernst nehmen und teilweise sogar verteidigen, befremdet dann doch.
Siegfried Schmidt <usenet-57@schmidt.ath.cx> wrote
> Hallo Heiko,
>
>> Leute, die so wie Du denken, machen in Deutschland den Strom teuer!!!
>
> Die Nutzung des Preisgefälles von Waren hat eine viel längere
> Tradition als der Gebrauch von Strom oder die Existenz Deutschlands
> und ist ein höchst ehrenwertes Gewerbe.
Dass verschiedene "Stromarten" verschieden teuer an die Erzeuger
bezahlt werden, hat vor allem mit vom Gesetzgeber gewollter
Quersubventionierung zu tun. Dass manche Verbraucher bereit sind, für
bestimmte "Stromarten" mehr auf den Tisch zu legen als für
bestimmte
andere, hat mit deren Idealismus zu tun (was immer davon zu halten sein
mag). Der OP schlägt defacto vor, diese Verbraucher (und auch die als
Zwischenhändler auftretenden Stromkonzerne) zu betrügen. Denn er gibt
ihnen ja gar nicht den Windstrom, für den sie aus Idealismus mehr zu
zahlen bereit sind, sondern Atom- oder Kohlestrom, der durch eine
energetisch besonders ineffektive Umwandlungskette geleitet wurde, an
der zufällg eine zweckendfremdete Windanlage beteiligt war - und das
nur aus dem einzigen Grund, damit die Umetikettierung des Atomstroms zu
vorgeblichem Windstrom unbemerkt bleibt. Dafür würden diese
Öko-Kunden bestimmt nicht freiwillig mehr zahlen, wenn sie davon
wüssten. Sie im Glauben zu belassen, es sei anders, und ihnen dafür
einen überhöhten Preis abzunehmen, ist nicht nur unehrenwert, sondern
ein Straftatbestand. Außerdem wäre es ein Missbrauch
öffentlicher
Förderung, für den dasselbe gilt.
Möglicherweise war es die Absicht des OP, die Absurdität von nach
"Erzeugungsart" unterschiedener Strompreisen und die
Preissubventionierungspolitik aufs Korn zu nehmen, wozu er ein
Missbrauchsszenario konstruiert hat. Das ändert nun aber nichts daran,
dass der vorgeschlagene Missbrauch einer wäre.
> Dein Job steht aus struktuellen Gründen mit Sicherheit nicht wegen
> solcher Kleinigkeiten auf dem Spiel.
Eine neoliberale Seifenblase rundet das Posting passend ab. :)
Gruß
wolfgang
FUp -> de.soc.wirtschaft
--
Über alle Sektorengrenzen hinweg rollt Deine S-Bahn
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