Post subject: Re: Semi-OT: Lautsprecher für nur ein Ohr? "Dolby Virtual Surround"
Posted: 2003-08-14 17:01:05
Replies: 11 Views: 1691
"Joogn Oppermann" <jospam@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3F3B9C29.7949A3D6@gmx.de...
>
> Dolby fällt ja schon länger auf mit "Technologien, die die
Welt nicht
braucht".
> Nachdem ich mir an meiner Playstation mal die effektive Sinnlosigkeit,
oder besser
> Effektlosigkeit von Dolby Surround angetan hatte. Bin ich letztens beim
nachforschen
Wieso denn ?
Sony hat doch bestimmt bezahlt, Dolby surround drauf/reinschreiben zu
dürfen.
> der aktuellen 5.1, 6.1, 7.1 Orgien über "Dolby Virtual
Surround" Systeme
gestolpert:
> http://www.dolby.com/dvs/white.paper.html
>
> Durch sog. "Crosstalk Cancellation" schaffen es die Jungs dort
(angeblich)
aus
> einem normalen LS die Signale so abzustrahlen, das das linke Ohr nur den
Linken LS
> hören soll... *klar*
> (darfste wahrscheinlich auf Grund der Reflektionen nur nicht zu laut
aufdrehen)
Doch, Das ist möglich.
Vereinfacht:
Man ermittelt die Impulsantwort vom rechten Lautsprecher auf das linke Ohr
und ermittelt die inverse davon um sie abzuziehen.
Allerdings hat das Grenzen.
Die Raumakustik (und der Hörer darin) ist sehr "volatil".
Speziell bei höheren Frequenzen kann selbst eine kleine verschiebung /
drehung des Kopfs gravierende Änderungen des Eindrucks bedingen.
Außerdem setzen nichtlinearitäten des Systems (Qualität der LS)
Grenzen.
>
> Hat das schon mal einer "gehört"? Weil ich das für
akustisch einfach nicht
> wirklich realisierbar halte. Für mich ist ein LS, bzw eine CD eine
Art von
> "polarisierter" (Punkt)Schallquelle - im Gegensatz zur
räumlichen
"Realität".
> D.h. das muß doch zu ungewollten(!) Phasenauslöschungen
"ohne Ende"
führen, oder?
> Vorallem kann ein 44,1kHz System Samples nur in 22,7us Schritten schieben.
Falsch.
Wäre das so, könnte man auch nicht resamplen.
In der tat kann man mit entsprechendem Filter eine beliebige
"sub-sample"
verschiebung berechnen, ohne den Freqenzgang merklich zu ändern.
> (Das könnte natürlich erklären, warum sie 192kHz auf der
DVD "benötigen"
;)
192KHz gibt es, weil das Individumm die Illusion von kontinuierlicher
Innovation verlangt.
Vor allem ist 192KHz besser als 44.1KHz !
Post subject: Re: Semi-OT: Lautsprecher für nur ein Ohr? "Dolby Virtual Surround"
Posted: 2003-08-14 18:58:07
Replies: 11 Views: 1691
"Benjamin Stenzel" <labawaba@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
news:bhgclt$egum$1@ID-7467.news.uni-berlin.de...
> raymund hofmann <filter001@desinformation.de> wrote:
>
> > Vereinfacht:
> > Man ermittelt die Impulsantwort vom rechten Lautsprecher auf
> > das linke Ohr und ermittelt die inverse davon um sie
> > abzuziehen.
>
> Leider scheitert das daran, dass das schlicht nicht geht.
Ich hatte bereits erwähnt, daß es einige Einschränkungen gibt.
> Gründe, die mir spontan einfallen:
> -Am Trommelfell lässt sich keine Messaparatur anbringen, die die
> Messung nicht in unzulässiger Weise beeinflusst.
Kunstkopfmikrofone ?
Die Frage hier ist der Grad der Annäherung an den Menschen.
> -Das menschliche Gehör ist ein lebendiges System, das von aussen
> beeinflusst werden kann. Das Gehirn kompensiert diese Einflüsse
> weitgehend, Elektronik nicht.
Der Höreindruck hängt vom Hörer und sowieso von dessem
"mentalen kontext" ab.
Das ist eine Binsenweisheit.
Doch war dieser "mentale kontext" erstmal nicht gefragt. Hört
man in einer
"normalen" Situation auf einem Ohr wesentlich schwächer, wird
sich evtl.
Irritation einstellen und die Wahrnehmung "verbietet" diesen
"unnatürlichen"
eindruck (Ich nenne unseren kognitiven Fähigkeiten auch gerne
"Diffamierungsmaschine").
> -Das Gehör lässt sich nicht hinreichend fixieren, ohne den
Menschen
> unzulässig zu beschädigen.
Das hatte ich bereits gesagt.
Die Frage ist hier das Toleranzfeld der Bewegung zum Frequenzbereich der
"Korrektur".
Bei tieferen Frequenzen ist evtl. ein akzeptables Toleranzfeld möglich.
> -Die Umgebung des Menschen ist Veränderungen unterworfen, die die
> Schallverteilung beeinflussen.
Post subject: Re: Semi-OT: Lautsprecher für nur ein Ohr? "Dolby Virtual Surround"
Posted: 2003-08-14 19:39:36
Replies: 11 Views: 1691
"Thomas Rehm" <Th.Rehm@T-Online.de> schrieb im Newsbeitrag
news:3F3BB9F6.31A@T-Online.de...
> Joogn Oppermann wrote:
> > Vorallem kann ein 44,1kHz System Samples nur in 22,7us Schritten
> > schieben.
>
> Das ist ein Irrtum.
>
> Sorry, wenn ich jetzt etwas ausführlicher werde, war mal eines meiner
> Lieblingsthemen.
>
> Das dem DA-Wandler nachgeordnete Restaurations-Filter
("Tiefpass")
> sorgt dafür, dass Flanken eine bestimmte höchste
Flankensteilheit
> haben kann, die zeitlich immer größer ist als die Dauer eines
Samples
> (das ergibt sich schon aus dem Abtasttheorem).
Und wie ist das bei Sigma-Delta DACs mit digitalem Filter ?
Genauso ?
Stimmt !
Nur sollte es man evtl. etwas besser erklären.
> Eine Flanke kann einerseits durch zwei aufeinander folgende Samples
> generiert werden, indem ein Sample "klein" und das andere
"groß" ist.
> Genauso kann aber die Flanke "zwischen" zwei Samples liegen: Das
erste
> Sample ist klein, das zweite Sample hat einen mittleren Wert und das
> dritte Sample ist groß. In beiden Fällen wird das
Tiefpassfilter eine
> Flanke daraus machen, die in beiden Fällen gleich aussehen wird,
> im zweiten Falle aber um 1/2 Sample gegenüber dem Sampling-Takt
Hmm...
Sagt das Abtasttheorem nicht, daß F <= Fs/2 noch ohne aliasing
gesampled werden
kann ?
Ein Sinus mit Fs/2 (und der passenden Phase) und maximaler Amplitude hat
+Fullscale auf
-Fullscale Samples folgend.
Wird dann die Subsample delay bei hohen Signalfrequenzen schieriger ?
Stürzt das Filter dann mit einem "Unzulässigen Vorgang" und
bluescreen ab ?
> versetzt ist. Durch verschiedene Amplitudenabstufungen kann nun
> jeder beliebige Phasenversatz der Flanke in Bezug auf den Sample-
> Takt erzeugt werden - begrenzt nur durch die Amplitudenstufen.
> Bei 44,1 kHz Sampletakt und 16 bit Auflösung erhält man so
(theoretisch)
> bis zu 0,7 ns Auflösung des Flankenzeitpunktes.
Das ist Falsch.
Wie ist mathematisch darlegbar, daß es 0.7 ns Zeitauflösung sind ?
Die Zeitauflösung ist wohl eher nur durch das Digitale Filter (z.B.: FIR)
bestimmt.
Das kann man ja nahezu beliebig auslegen.
Schon die Quantisierung der Eingangsdaten des Filters aber auf 16Bit und der
daraus resultierende S/N (beim sampling "realer" Signale) führt
allerdings dazu,
daß ein Gruppenlaufzeitunterschied von 0.7ns im Rauschen untergeht.
Das Problem ist ja auch, daß nach dem Filter ja auch wieder mit
begrenzter
Quantisierung ausgegeben werden soll.
>
> Wer´s nicht glaubt: Mit einem Rechteckgenerator mit einstellbarem
> Tastverhältnis, einer Soundkarte und einem Oszilloskop lässt
sich
> sehr leicht sehen, dass die Flanken beliebiger Signale völlig
> unabhängig vom Samplingtakt gespeichert und wiedergegeben werden.
Solange es kein Aliasing gibt ... und man jedes Signal nach einmal Sigma-Delta
Codec im Zeitbereich genau wiedererkennt ...
Shannon imponiert mir doch.
Had er doch vor 50 Jahren schon vorhergesagt, daß Powerline (Internet
über die
Steckdose von z.B RWE) nicht sehr erfolgreich sein wird (Shannons Theorem).
Post subject: Re: Suche Inforamtion für eine High Speed CCD Video Lösung
Posted: 2003-08-28 17:51:11
Replies: 1 Views: 1316
"Peter" <peter.frei@switzerland.org> schrieb im Newsbeitrag
news:275d62eb.0308280332.4663733d@posting.google.com...
> Hallo NG
>
> Bei der Entwicklung von schnellen Ventilen, mechanischen Komponenten,
> wäre es von Vorteil die Abläufe genauer zu betrachten.
Käufliche
> High-Speed Cams sind jedoch recht teuer (sicherlich zu recht).
Nicht immer so sicher ...
>
> Versuche mit einer "normalen" PAL Cam zeigten, dass es sinnvoll
wäre
> bis etwa 1000 Frames/Sec aufzunehmen. Die Auflösungsgrenze ist etwa
> bei 512x512 Pixel gegeben. Die Bilder wären auch in SW brauchbar.
>
> Eventuell hat oder hatte irgend wer bereits eine gute Idee wie man
> solche Abläufe auch mit einfacheren Mitteln aufnehmen und auswerten
> könnte?
Es gibt da noch eine menge mehr z.B.: Micron(Photobit) MI-MV13 1.3Mpixel bei
500
fps, etc...
Trotz daß auch gleich Bausteine für ein System mitangeboten werden
kostet die
Entwicklung einer Kamera daraus wohl mehr (und dauert garantiert viel
länger)
als viele fertige.
>
> Existieren Chip-Sätze, Module mit einem CCD Chip mit welchem ein
> Aufbau in vernünftiger Zeit zu realisieren wäre? (Bsp. von AD)
>
Was ist eine vernünftige Zeit ?
Was sind die Resourcen ?
"MaWin" <me@privacy.net> schrieb im Newsbeitrag
news:01c379fd$076ee220$1de8b8d9@amdk6-300...
>
> UMTS war doch schon da. Es hat der Regierung Milliarden beschert, aus
> den Kassen unsaeglich daemlicher sich masslos selbst ueberschaetzender
> Unternehmer. Damit hat es sein Ziel erreicht, seine Schuldigkeit getan.
> Endgeraete brauchen wir nicht, das war schon vorher klar. Ich galubt
> es hat, ausser Salesdroiden, auch niemals jemand was anderes behauptet.
> Zum Fernsehen taugt UMTS nichts, zum Telefonieren reichen die alten Netze.
Zum taugts nichts, aber fürs Fernsehen.
> Vaporware. Wenn als Abfallprodukt ein langsames kabelloses Internet
> herauskommt war es wenigstens zu etwas gut.
Wenn es dann von der Libido der Kids mit SMS finanziert ist ...
Bist du erst kürzlich zu dieser Einsicht gekommen? Oder has du das
Individummen
auch schon in der UMTS Medienhype Zeit 2000 erzählt ?
"Thorsten Mueller" <thorsten mueller 2003@yahoo.de> schrieb im
Newsbeitrag
news:cn6umvguv1hbrtor6t6sq32vlp2olrtsfh@4ax.com...
> SUN Marketing SNIPPED
Ja, stimmt. Der Börsenkurs von SUN Microsystems braucht eine Revolution !
Nachdem immer mehr Leute keine Sun Workstation brauchen, denn ein Intel PC tuts
billiger und schneller und sogar sicher (sicherer als der Anwender).
Und Java hat man im Browser ja besser ausgeschaltet.
"Jens Dierks" <me@privacy.net> schrieb im Newsbeitrag
news:bp3ih1$1k1846$1@ID-5888.news.uni-berlin.de...
> Hallo,
>
> suche min. 3 kleinsignal FETs, Typ relativ egal, welche zwecks
> gleichen Kennlinien und Temperaturverhaten im selben Gehäuse und
> auf dem gleichen Siliziumkristall stecken.
> Sie sollten aber keine Diode paralell zu D/S haben.
>
> Danke und Gruß,
> Jens
>
>
"Oliver Bartels" <spamtrap@bartels.de> schrieb im Newsbeitrag
news:1ti1svso7ge41tr35ff3qn1c28nidbsbqp@4ax.com...
> On Sun, 23 Nov 2003 12:18:29 +0100, Daniel Leitschuh
> <news1@elektronik-co.de> wrote:
>
> Das was neu echt taugt, liegt selbst für die 100MHz bei schon
> etwas mehr als tausend Euro.
> Nur mal so als Anhaltspunkt: Wir haben vor einiger Zeit für
> unser neues LeCroy mit 4GS/s und 4 x 1GHz über 20K Euronen
> auf den Tisch gelegt.
> Das alte 300MHz LeCroy (wobei es mit 2,5GS durchaus bis
> 500MHz noch brauchbar angezeigt hat) ging nach einer *einzigen*
> Anmerkung in der Newsgroup *sofort* weg ...
Lecroy Fan ?
Aber nur TEK hat doch das tolle DPO, wo mann kein analog mehr braucht.
Und dann hat mir der TEK Salesdruide ja erzählt, aus meinem LC584AM
kommen "spitzen" raus. Ich kann mir nur vorstellen daß er die
Funktionalität was die Analyse der Meßwerte angeht bei LeCroy als
weit
überlegen bezeichnen wollte.
Aber seitdem LeCroy auf dem W2K Trip ist, gefallen mir die Geräte nicht
mehr recht.
Irgendwie dauert das was man vorher gemacht hat jetzt zu lange.
"Oliver Bartels" <spamtrap@bartels.de> schrieb im Newsbeitrag
news:sua4sv0kf8af4qsf4aetmhhm270ov9uc10@4ax.com...
> Mit den Bunti Bildi für Deppen-User, die eh nix kapieren,
> bekommt man leider jedes gute Produkt kaputt :-(
Naja. Ein Mickeymouse Commander ist es durch W2K ja nicht geworden. Ich
würde mich auch gerne damit anfreunden, sobald man die
"responsiveness"
der alten Geräte erreicht hat. Und das Booten nicht 3 Minuten, sondern
10 sekunden dauert. Das wird aber evtl. nie geschehen.
Da bleibe ich doch bei den guten alten DSOs für echte Männer.
Auch möchte ich Spekulieren, wann die Computergrafik der
Wellenformdarstellung in DSOs generell nicht mehr wie Computergrafik
von vor >30 Jahren ist.
Selbst jede "digitale persistence" Darstellung hat noch reichlich
aliasing im Bild.
Auch die simple "min/max" sortierung der Singleshot waveform mit
"gepixelten" linien sollte durch ein besseres "rendering"
ersetzt
werden. Dann kann man statt einem gleichhellen breiten Streifen auch mal
wieder details im "Rauschen" ausmachen.
Einen GO/NOGO Testingeneur mag das nicht kratzen, aber vereinzelte
Entwicklungsingeneure schon.
Doch schätze ich, daß es bestimmt so lange dauert, bis UMTS
Mobilgeräte
verbreiteter als GSM sind (6 Jahre?).
> Mache ein Produkt idiotensicher und es werden nur noch solche
> das Produkt benutzen.
Da ist viel dran.
Da fällt mir gerade wieder die Präsentation des Tek Salesdruiden ca
1999
zur Jitter Analyse ein:
2 x Reboot, diverse Einstellungen ca 15 min. später:
Salesdruide: "So Herr Hofmann, die Jitter messung ist fertig!"
Ich: "Wo ?"
Salesdruide: "Da unten wird der Jitter Wert angezeigt!"
Ich: "Äh... geht das auch als Jitter-Kurve ?"
Raymund Hofmann
Erfindung und Kommunikation von
- akausalen Zusammenhängen
- Statistiken
- irrelevanten Fakten
Post subject: Wirklich "Unsichtbare" Gegenstände
Posted: 2003-12-15 16:22:52
Replies: 23 Views: 596
"Matthias Weingart" <mwnews@pentax.boerde.de> schrieb im
Newsbeitrag
news:Xns9451B22D31F2FAlwLookOnTBrightSide@212.21.75.70...
> Juergen Hannappel <hannappe@lisa2.physik.uni-bonn.de> wrote in
> news:x14qw3s7ox.fsf@lisa2.physik.uni-bonn.de:
>
> >
> >
> > H i l f e !
> >
>
> hrhr,
> Wieso so umständlich, man kann das Licht doch gleich mit Millionen
> superdünner Lichtleitfasern um den Gegenstand herumführen.
Als Physiker macht man das doch mit negativer Gravitation des unsichtbar
zu machenden Objekts.
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