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Topic: Laufzeit einer USV

 Post subject: Laufzeit einer USV
Posted: 2008-01-15 20:38:17 

Replies: 57
Views: 1772


Hallöchen

Erwin Haupt schrieb:
> Ich suche eine USV, welche mir über 12 Stunden Geräte mit
> einer Gesamtleistung von 100 Watt versorgen kann.
>
> Dachte dabei an die APC 1400VA, das Smart Modell. Evtl.
> kennt die jemand.
>
> Kann diese USV das leisten, was ich benötige, oder muss ich
> ein größeres Modell nehmen? Falls ja, wieviel VA sollte die
> haben, um 12 Stunden 100 Watt abzugeben?

Das ist nicht ganz so einfach zu sagen. Die meisten USVs lutschen den
Akku in wenigen Minuten leer. In dieser Betriebsweise sinkt die
Kapazität des Akkus erheblich. Die Kapazitätsangaben der Akkus
beziehen
sich oft auf eine 10 oder 20stündige Entladung. Entlädt man den Akku
in
kürzerer Zeit, sinkt die Kapazität des Akkus. Entlädt man den
Akku in
längere Zeit, steigt die Kapazität des Akkus.

D.h. aus einer typisch 30min Entladezeit bei USVs kann man nur schwer
auf Laufzeiten mit deutlich kleineren Lasten schlußfolgern.

Eine Leistungsmäßig überdimensionierte USV hat sicherlich mit
kleiner
Belastung erheblich längere Laufzeiten. Allerdings hat eine 1400VA USV
auch einen erheblich größeren Eigenverbrauch als z.B. eine für
300VA.
D.h. die Nutzung der Akkukapazität ist nicht wirklich optimal.
Ein Gespann aus maßgeschneidertem Wechselrichter und Akku wäre
sicherlich effizienter. Allerdings müßte man sich dann wieder
Gedanken
machen, wie man den Akku lädt und das ganze bei Netzausfall umschaltet.

Zum Glück hat der von dir gewählte Hersteller zur Laufzeit mit
kleineren
Lasten Angaben gemacht. Wenn du die APC USV nimmst, solltest du darauf
achten, das es unterschiedliche Typen mit unterschiedlichen
Akkukapazitäten gibt (bei gleicher Nennleistung).
Laut Laufzeitchart (
http://www.apc.com/products/runtime for extendedruntime.cfm ) kann aber
selbst eine 750VA Version ( SUA750XLI + (4)UXBP24 ) 100Watt bis zu 124h
50min puffern (siehe auch
http://www.apc.com/resource/include/ups runtime chart.cfm?base
sku=SUA750XLI&family id=164
).

Für deine Zwecke optimal währe wahrscheinlich SUA750XLI +
(2)SUA24XLBP
mit einer Laufzeit von 17h 21m.
Möglicherweise gibt es aber auch noch APC USVs mit kleinerer
Nennleistung die mit entsprechender Akkuoption ähnliche Zeiten schaffen.
Das habe ich nun nich recherchiert.

Gruß Ole

Topic: PCI Audiokarte &gt;96kHz

 Post subject: PCI Audiokarte &gt;96kHz
Posted: 2008-01-30 09:29:56 

Replies: 25
Views: 1664


Henry Kiefer schrieb:
> Günter Richter schrieb:
>> Hi,
>>
>> meine Creative Audigy 4 (24 bit) sampelt zwar auch mit 192 kHz, aber
die
>> Eingangstiefpaesse beginnen bei 50 kHz abzuschneiden, auch bei 192
kS/s.
>> HTH
>
> Irgendwie Blödsinn. Vielleicht zuviel Richtung Audio optimiert.
> Welchen Rauschabstand schafft sie?

Hallöchen

Das ist kein Blödsinn sondern Sinn der Übung.

Bei 44kHz Abtastung hat man max. 22kHz Nutzfrequenz. Es gibt aber
zusätzlich die Bedingung, das nichts über 22kHz an den Wandler kommen
darf, da es ansonsten zu unerwünschten Fehlabtastungen kommt, die im
Nutzbereich hörbar werden!
D.h. man benötigt bei 44kHz Abtastung einen extrem steilflankigen Filter
vor dem Wandler, wenn man z.B. 20kHz noch hören möchte. Solche Filter
höherer Ordnung sind extrem aufwendig und teuer. Sie benötigen
zahlreiche aktive Bauelemente und eng tolerierte Widerstände und
Kondensatoren. Auch wenn Dimensionierung und Aufbau perfekt sind,
erzeugen sie Welligkeiten des Frequenzganges im Durchlaßbereich, bringen
zusätzliches Rauschen und verschlechtern das dynamische Verhalten.
Das ist der Grund warum man lieber mit höheren Frequenzen abtastet.

Bei 192kHz Abtastung muß ich nur noch dafür sorgen, das nichts
über
96kHz meinen Wandler erreicht. Da reicht dann ein einfacher Tiefpaß um
20kHz sicher durchzulassen und 96kHz sicher zu sperren. Aber der
einfache Tiefpaß fängt natürlich schon bei 50kHz an
abzuschneiden.

Gruß Ole

Topic: Spannungsdifferenz bei Netzteilen, wieso?

 Post subject: Spannungsdifferenz bei Netzteilen, wieso?
Posted: 2008-02-21 19:06:14 

Replies: 12
Views: 152


Mario Prosa schrieb:

>
> Achja, Leerlaufspannung hängt also vom Innenwiderstand des Netzteils
> ab.

Nein. Für die Leerlaufspannung ist der Innenwiderstand völlig egal.
Der
Innenwiderstand liegt in Reihe mit der Spannungsquelle. Da ohne Last
kein Strom durch diesen fließt, geht auch kein Spannung am
Innenwiderstand verloren.

Im Idealfall ergibt sich der Innenwiderstand Ri aus Leerlaufspannung
geteilt durch Kurzschlußstrom (Disclaimer: Es ist in vielen Fällen
nicht
ratsam, den Kurzschlußstrom zu messen!). Das setzt aber einen linearen,
ohmschen Innenwiderstand voraus. Sobald da nichtlineare Komponenten ins
Spiel kommen (z.B. Dioden) stimmt das nicht mehr so ganz.

>
> Also müsste ich quasi das Multimeter zu einem Verbraucher parallel
> schalten, um die Netzteile wirklich zu testen?
>

Auf dem Netzteil müßte ein Nennstrom bzw. eine Nennleistung
angegeben
sein. Wenn man das Netzteil mit Nennstrom belastet, sollte sich in etwa
die Nennspannung einstellen.

>
> Warum läuft dann die Festplatte nicht an, obwohl auf dem externen
> Netzteil 12V steht? Kann man davon ausgehen, wenn er im Leerlauf
> zuwenig misst, das er dann auch unter Last nicht mehr bringt?

Gerade Computerkomponenten benötigen eine harte (geringer
Innenwiderstand) und genaue Spannung. Das läßt sich vernünftig
nur durch
elektronischer Stabilisierung erreichen. Probleme mit der
Stromversorgung einer Computerkomponente lassen sich auch kaum mit einem
Multimeter finden. Spannungseinbrüche im Milisekundenbereich reichen
völlig, um die Elektronik komplett aus dem Tritt zu bringen.

Wenn bereits im Leerlauf die Spannung zu gering ist, dürfte das Netzteil
einen Defekt haben.

Gruß Ole

Topic: Spannungsdifferenz bei Netzteilen, wieso?

 Post subject: Spannungsdifferenz bei Netzteilen, wieso?
Posted: 2008-02-22 00:25:18 

Replies: 12
Views: 152


Heinz Liebhart schrieb:
>> Nein. Für die Leerlaufspannung ist der Innenwiderstand
völlig egal. Der
>
> HÄÄÄ? Na der ist genau dafür verantwortlich!!
>
> Die aussen gemessene Spannung der (realen) Spannungsquelle unter Last
> unterscheidet sich doch von der Leerlaufspannung (also der gemessenen
> Spannung ohne Last genau um den Spannungsabfall am Innenwiderstand
> zufolge Laststrom. U last = U LL - I last*R i.
>
> I last
> +----->-----+
> | |
> .-. | |
> | | | |
> R i | | | .-.
> - | | |
> | U Last | | R Last
> | | -
> --- | |
> U ll - Y |
> | |
> +-----------+

Die Leerlaufspannung ergibt sich doch ohne Last (I Last=0). Du schreibst

U last = U LL - I last*R i

Ohne Last (R Last=unendlich; I Last=0):

U last = U LL - 0 * R i => U last = U LL

Hochohmig gemessen und ohne äußere Last (das bedeutet Leerlauf ja
wohl)
ist die Klemmenspannung also identisch mit U LL, egal ob der
Innenwiderstand R i 1Ohm oder 1Megaohm ist.

Daher meine Aussage: Für die Leerlaufspannung ist der Innenwiderstand
völlig egal.

Gruß Ole

Topic: Spannungsabfall was nun ?

 Post subject: Spannungsabfall was nun ?
Posted: 2008-02-23 11:30:16 

Replies: 16
Views: 928


JSievers schrieb:
> Als BIO Stromverwender bekomme ich immer mehr ein schlechtes Gewissen
> bei der Entsorgung meinen Spannungsabfälle.
>
> Beim guten alten Atomstrom war die Sache klar, die mussten natürlich
> in die Tonne für den Sondermüll. Aber was ist nun mit den
> Spannungsabfällen die beim BIO Strom abfallen? Gehören diese
Abfälle
> nun in die BIO Tonne oder weiterhin zum Sondermüll oder am Ende doch
> nur in den normalen Hausmüll?
>

Bei dem Preis sollte ja wohl ein grüner Punkt drauf sein. Damit
gehört
das in die gelbe Tonne.

Ansonsten, Augen auf beim Stromkauf:

http://gffstream-2.vo.llnwd.net/c1/vorhoeren/1197843624/dittsche/wdr dittsche
071209.mp3

(ca. ab 5. Minute wirds elektrisch)

Gruß Ole
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