Wolfgang Mahringer (wolfgang.mahringer@sbg.at) wrote:
> Das Datenblatt erlaubt für die GP1800er (Mignon-Bauform) C/10 Ladung
> für über 1 Jahr (!). Es wird aber empfohlen, bei 160% der Zeit
> die Ladung zu beenden.
> Ich möchte mir einen Mikrofonvorverstärker bauen und hätte
nun
> eine Frage bezüglich des Eingangswiderstandes.
> Sollte dieser für ein Mikrophon mit z.B. 600 Ohm Impedanz nun
> angepasst sein (sprich 600 Ohm Eingangsimpedanz) oder möglichst
> hochohmig (oder irgendwo dazwischen)?
Mikros werden in Spannungsanpassung betrieben, d.h. im Leerlauf, also
möglichst wenig belastet.
Ein sehr hoher (>50kOhm) Eingangswiderstand hat aber auch wieder den
Nachteil, daß er sehr empfindlich auf Störungen reagiert, die ein
niederohmigerer Eingang einfach kurzschließt.
Üblicherweise rechnet man in der Tontechnik bei Spannungsanpassung mit
einem Widerstandsverhältnis von 1:10. Professionelle Mikros haben um
200 Ohm Quellwiderstand, also bist Du mit 2..3 kOhm in einem guten
Rahmen, 10 kOhm ist auch noch in Dortmund.
30 kOhm ist schon sehr hoch und eher im HiFi-Sektor zu Hause.
> In welcher Weise könnten Klangveränderungen bei falschen
> Wiederstand auftreten (Frequenzgang)?
Da die Impedanz des Mikrofons frequenzabhängig ist (ähnlich wie die
eines Lautsprechers), wirst Du mit einer Leistungsanpassung bestimmt
nicht glücklich werden.
Viel wichtiger ist bei Mikroverstärkern allerdinx der Rauschabstand, da
Du ein dynamisches Mikro durchaus mal 50 oder gar 60 dB verstärken
mußt.
xfup2 dse (les ich nicht)
vG
--
Den guten Vorsatz, sich zu bessern,
Muß mancher manchmal arg verwässern.
Die so erzielte Wasserkraft
Treibt dann den Alltag fabelhaft. (Eugen
Roth)
> So 30-40m incl. Multicore sind ja durchaus öfters anzutreffen,
> aber 100m?
Für eine Ü-Wagen-Trommel ist das ein ziemlich normaler Wert.
Und auch, wenn Du sie nicht ganz abtrommelst: das Signal geht immer
durch die ganze Länge :)
Das mußt Du auf der Bühne vielleicht noch mal verlängern,
nimmst eine
50-m-Trommel dafür, und schon hast Du plus Einzelkabel fast 200 m
Mikroleitung zusammen. Ist normalerweise kein Problem, hochwertige
Kabel und saubere Symmetrie vorausgesetzt.
vG
--
Obzwar wir sonst es gar nicht schätzen,
Wenn andre uns heruntersetzen,
So sind wir doch dem Arzte gut,
Der solches mit dem Blutdruck tut. (Eugen
Roth)
> Das Eigenrauschen des uralten 2016 liegt in der Größenordnung
> eines 50 Ohm Widerstandes.
Beeindruckend, aber es ist merkwürdig, wie wenig sich im letzten
Jahrhundert an Mikroverstärkern verbessern ließ :)
Irgendein ARD-Meßtechniker hat IIRC vor einigen Jahren nachgewiesen,
daß die Mik-Preamps eines hochmodernen professionellen Teuer-Mischpults
von diesen Asbach-Siemens-Kassetten-Vorverstärkern von 195x [1] heute
noch locker an die Wand gespielt werden - nur sind sie heute etwas
bezahlbarer :)
Kein fup2 gesetzt, da auch für Musiker interessant
vG
[1] den Namen der Baureihe hab ich vergessen, aber das waren die Dinger,
wo die einzelnen Transistoren mit langen Drähten angelötet und
dann innerhalb des Gehäuses so hingebogen wurden, daß alle
thermischen Effekte einander aufhoben
--
Es sei der Mensch (in seinem Wahn)
Zu allem fähig, nimmt man an.
Doch was viel tiefer an uns frißt:
Daß er zu gar nichts fähig ist.
(Eugen Roth)
In de.comp.audio jedenfalls nicht, weils nix mit Computer zu tun hat.
Ich leite mal um auf de.sci.electronics.
> Ich habe mehrere ältere Verstärker, die alle die gleichen
Probleme
> haben: Beim Betätigen des Volumereglers knatterts in den Boxen,
verdreckte Schleifbahn?
> anschl. fällt in der Regel ein Lautsprecher aus.
Uff. Sicherheitsabschaltung in der Endstufe nach dem lauten Impuls?
> Irgendwo habe ich gelesen, das liege an verschmutzten Kontakten,
> die gereinigt werden müssten.
>
> Nun würde ich das gerne tun (lassen), weiss aber nicht, ob das
> etwas ist, was ich selber tun kann. Gibts da Anleitungen dazu? Was
> kann man schlimmstenfalls falsch machen? Was reinige ich womit?
xfup2
vG
--
~~~~~~ Volker Gringmuth ~~~~~~~~~~~ http://einklich.net/
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
"Ich dachte bisher immer, in den Bauteilen wäre das drin, was
draufsteht..." -
"Hast Du wirklich geglaubt, in einem Elko, auf dem SCHALTFEST steht,
würde alle
4 Jahre eine wilde Fete laufen?" (K.Nendza und R.Zocholl in
de.sci.electronics)
Post subject: Etikettenschwindel bei Lidl-Akkus (Tronic-2000mAh)
Posted: 2005-08-09 10:43:43
Replies: 55 Views: 2257
Lars Mueller wrote:
>>>20% weniger für den Preis finde ich noch OK.
>>
>>Da ich das in diesem Thread nun schon mehrfach lese: Wie kommst
>>Du auf dieses schmale Brett? Nein, es ist natürlich *nicht* OK.
>
>Formulieren wir es etwas um und betrachten die Sache noch einmal:
>Ein >1600mAh-AA-Akku für <50 Cent bei kaum Anfahrstweg ist nicht
>in Ordnung? Wirklich nicht?
/Das/ ist in Ordnung.
Aber daß "2000" draufsteht, wenn das Ding die nicht hat,
/das/ ist /nicht/ in Ordnung.
Post subject: RJ45 -Buchse fuer medizinische Anwendungen???
Posted: 2005-08-13 08:37:22
Replies: 19 Views: 280
Rainer Zocholl wrote:
> Es gibt Adapter (Harting oder ähnlicher Verdächtiger?) die einen
> RJ45 Stecker+Buchse komplett einkaspeln, damit er in rauhster
> Indutrie- Umgebung überleben kann.
Gibts auch von Neutrik. Sieht also von außen wie XLR aus.
vG
xfup2 de.sci.ing.elektrotechnik
--
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"Ich habe immer weniger Lust, von Firmen, die in ihrer Werbung
schlimme sprachliche Fehler machen, etwas zu kaufen."
(Christina Kunze in
desd)
Post subject: Verbindung Verstärkermasse mit Schutzleiter
Posted: 2005-09-14 15:14:45
Replies: 25 Views: 1704
Johannes Brandt wrote:
> Also das mit den Brummschleifen muss mir mal jemand erklären.
Ganz schnell:
Audioverbindung von A nach B erfolgt unsymmetrisch über eine Tonader,
als Signal gilt deren Spannung zur als Schirm mitgeführten Masse.
Masse liegt bei beiden Geräten auf Gehäusepotential, dieses liegt auf
dem PE-Potential der jeweiligen Steckdose.
Sind die PE-Potentiale einige Millivolt unterschiedlich (z.B. durch
Fehlerströme -> Spannungsabfall auf dem PE, oder einfach durch
unsaubere Installation, oder infolge klassischer Nullung), fließt nach
Herrn Ohm ein 50-Hz-Ausgleichsstrom über den Schirm der
Audioverbindung.
Das ist alles noch nicht weiter tragisch, aber am Übergangswiderstand
zwischen Schirm des Kabels und Masse des empfangenden Gerätes fällt
dadurch eine Spannung ab, die für den Audio-Eingang zwangsläufig wie
ein Bestandteil der Signalspannung aussieht.
Abhilfe: Eines der Geräte elektrisch in die Luft hängen (entweder mit
Trenntrafo oder unter Lebensgefahr für alle Anwesenden mit Schuko-
Abkleben) oder die Audioverbindung galvanisch trennen (NF-Übertrager).
Oder gleich Geräte mit erdfreien, symmetrischen Anschlüssen verwenden
(dann können theoretisch sogar ganze Ampere über die Schirme
fließen,
stört nicht), aber such die mal auf einer Bühne.
> Ich studiere Elektrotechnik und mein Dozent sagt immer, das sei
> totaler Blödsinn.
Wirklich? Naja, wenn er nicht mal weiß, wie eine Brummschleife
entsteht, kann ich verstehen, daß Elektrotechnik seiner Meinung nach
totaler Blödsinn ist ... *g*
>> Vorschlag: Wir machen erst einmal eine Eingabe beim BVG, daß der
>> Dritte
>
> Du meinst, die Berliner Verkehrsbetriebe sind da die richtige
> Anlaufstelle?
Warum nicht? Hauptsache, die verstehen sich gut auf effektive
Energievernichtung ...
Post subject: Schaltung für Teilnehmeranschluss ISDN, DSL und POTS
Posted: 2006-04-28 12:58:16
Replies: 30 Views: 1682
Henning Paul wrote:
>> Ich kann mich nur noch dunkel erinnern, daß das analoge
>> Telefonsignal irgendwas mit einem Offset von -60V und einer
>> Klingelspannung von nochmal so viel zu tun hatte.
>
> Nein.
Du kannst ja gar nicht wissen, woran er sich dunkel erinnern kann :)
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