Hallo Oliver,
>>Ok, die Jungens kamen bei 0.6V Vin nicht so ganz auf 90%, aber 80% bei
>>1W ist nicht schlecht und deren Aufbau sieht auf die Entfernung
>>reichlich popelig aus. Da ist ordentlich Verbesserungspotenzial.
>
>
> Du hast die Eigenart, Dinge sehr optimistisch darzustellen.
>
Ich lebe im Land der Optimisten :-)))
> Das Diagramm in dem Artikel zeigt bei den fraglichen 0,6V
> und den hier geforderten 3W noch nicht mal 60%. Der
> Wirkungsgrad fällt zudem ordentlich mit dem Strom und die
> 90% werden noch nicht mal bei Nulllast erreicht.
>
Ok, aber sieh es mal fair: Das Photo laesst sich nicht vergroessern und
einen Schaltplan haben sie leider nicht geliefert. Das sieht nach sehr
hutzeligen FETs aus, da kann man Performance bei 3W kaum erwarten.
> Zudem: Von 30V (!) Ausgangsspannung ist da weit und breit
> nirgendwo die Rede, das treibt nochmal das Boost Ratio
> und drückt auf die Effizienz.
>
Wieso selbiges? Wenn bei mir Kunden 50V wollen und sich dann nachmittags
auf 100V umentscheiden, aendere ich die Windungszahl der Sekundaerseite,
suche Dioden mit der entsprechenden Spannungsfestigkeit und die Sache
ist in Butter. Happens all the time.
Ich weiss nur nicht, was man mit 30V machen soll. Laptops brauchen meist
um die 20V.
> Das alles entspricht meiner Abschätzung und Erwartung.
>
> Zitat übrigens:
> "Taking these equations together, it becomes clear that efficiency
> drops dramatically with input voltage (see [2] for more details)."
>
> Ob der Aufbau popelig aussieht, spielt dabei übrigens keine
> Rolle, ein chaotischer 3D Aufbau mit extrem kurzen
> Verbindungen kann übrigens weniger Verluste haben als
> eine schön und geordnet aussehende Leiterkarte, bei der
> der Strom womöglich Umwege fließen muss.
>
Schon ok :-)
> Optisch ansprechendes Design ist kein Wettbewerbskriterium ;-)
>
> Der Autor schlägt übrigens das gleiche vor, was ich dem OP
> auch vorgeschlagen habe:
> "The best solution is to design the fuel cell stack so that the boost
> ratio (the ratio between the desired output voltage and the actual
> input voltage) is as close to 1.0 as possible."
>
> => Spannung erhöhen, Zellen in Reihe schalten.
>
Klar. Aber ich habe einige Zweifel, dass sich diese Leute in analoger
Schaltungstechnik besonders gut auskannten. Sonst haetten sie nicht
versucht, ein solches Wirkungsgrad-kritisches Design auf die Groesse
eines 25c Stueckes zu druecken.
>
>>Hmm, vielleicht schon mal das Faesschen vorbestellen?
>
>
> Nö. Fässchen gibt es nur über hartes Ergebnis herzeigen,
> nicht über theoretisches Schönreden ;-)
>
Agree.
> Im übrigen interessiert mich das Ergebnis wirklich,
> ich sehe sehr wohl mögliche Anwendungen.
>
Mich auch. Obwohl nach ein wenig Nachlesen diese Brennstoffzellen nicht
so ideal erscheinen. Erstens muss man den Wassertoff irgendwie
herstellen und die (hier) uebliche Story, dass Erdgas in Huelle und
Fuelle vorhanden und billig ist, halte ich schlicht gesagt fuer Mumpitz.
Nachdem ich einige Rechnungen vom letzten Winter gesehen habe, stehe ich
zu dieser Aussage.
Zum zweiten scheint der Source Resistance (Quellenwiderstand?) einer
Brennstoffzelle eher die Eigenschaften von Sirup zu haben. Das macht die
Regelungstechnik nicht gerade leicht.
> Und ja, 5A bei 0,6V digital stabilisiert liefert unser Labornetzteil.
>
> Die 50A wurden schon offiziell ("verplappert") ad akta
> gelegt. Einigen und wohl im Grunde Deines Herzens auch
> Dir dürfte wohl klar sein, dass das mit Hausmitteln
> eher zum so nett von Dir beschriebenen Ausrücken des
> Löschzugs führt als zu 90% Umsetzerwirkungsgrad.
> Ich will ja auch nicht unfair sein.
>
Noe, alles machbar. 100A habe ich schon hinter mir, allerdings 5V. Die
Spannungsabfaelle von einem Ende des Geraetes bis zum anderen hatte ich
selbst gemessen. Waren nur einige Millivolt, inklusive EMV Drosseln.
> 3W sollten aber in einem Aufbau machbar sein, der sich für
> <300 ? herstellen läßt. Aber: 30V! Und dann werden wir
sehen.
>
Sehe ich kein Problem. Solange das kein simpler Boost Converter wird,
das ginge nicht. Gegentaktwandler ist angesagt. Kernige FETs,
niederohmige Wicklung. Oder wie es mal bei Euch im Wahlkampf hiess,
nicht kleckern, sondern klotzen.
> Und nochmals: Die 1:10 Stromteilung ist ein erhebliches
> Entgegenkommen, weil de facto eine weitgehend verlustfreie
> Stromteilung und Zusammenführung bei 10 Wandlern nicht
> möglich ist.
>
> Weniger als 1:10 giltet für eine forsche Ansage aber nicht,
> da darf Jens jetzt durch ;-)
>
Mir waere die Full Power Variante lieber. Da macht eine kleine blaue LED
nicht gleich den Wirkungsgrad kaputt ;-)
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com