Hallo Oliver,
>
>>Ein von einer Behoerde oder sonstwelcher Obrigkeit gewaehrtes Monopol
>>hat nichts mit Kapitalismus zu tun. Es ist genau das Gegenteil von
>>Kapitalismus und ohne Preisregulierung i.d.R. ziemlich fatal. Bei uns
>>wurde zumindest im Telco Bereich einigermassen damit gebrochen, indem
>>nun auch Kabel-TV Gesellschaften und sonstwer Telefon und anderes
>>anbieten duerfen.
>
>
> Das hat es hier schon seit 1997, allerdings haben die meisten
> wenig Lust, eigene Strippen bis zu den jeweiligen Teilnehmern
> zu ziehen. Da die alten TAL-Kabel vorher Bundeseigentum
> waren, hat man bei der Privatisierung der Telekom festgelegt,
> dass diese zum von der Bundesnetzagentur festgelegten
> Preis auch für Wettbewerber anzumieten sind. Um diesen Preis
> wird auch hier alljährlich heftig gerungen.
>
> Es gibt aber auch andere Zuführungsmöglichkeiten für die
> letzte Meile, in unserem Netz befinden sich eine größere
> Anzahl Kunden, die per Funk angebunden sind. In dem Fall
> besteht keine Notwendigkeit, die TAL anzumieten, ergo ist
> auch nix reguliert.
>
Hier auch. Sacramento bekommt demnaechst ziemlich flaechendeckendes WiFi
und damit geht ja auch VoIP. Kostet zwischen Null (wenn man Werbung
akzeptiert) und m.W. $15 oder so. Also hat man drei konkurrierende
System: POTS, Wifi und Kabel-TV. Hier auf dem Land auch noch Hughes
Network ueber Sat, aber das kostet viel Geld.
>
>>Du kannst hier sogar ganz offiziell Deine Telefonnummer vom Festnetz
>>aufs Handy mitnehmen und dann vollends auf Festnetz verzichten. Taete
>>ich nicht, aber jeder hat die Wahl.
>
>
> Das liegt aber auch an Eurem relativ ungeordneten Nummernsystem,
> bei uns liegt Mobilfunk eben in der 01-Gasse und die Ortsnetzkennzahl
> erfüllt noch insoweit ihren Sinn, dass sie wirklich einem Ort
> zugeordnet ist.
>
> Hat technisch alles seine Vor- und Nachteile, z.B. lassen sich über
> die feste Codierung teure Gespräche in Mobilfunknetze oder zu
> Sonderrufnummern relativ leicht sperren, was z.B. in quasi-
> öffentlichen Bereichen Sinn machen kann. Ein weiterer Vorteil
> unserer Lösung ist die wirklich integrierte Durchwahl, man hat
> für eine Firma einen definierten Rufnummernblock und kommt ohne
> "please press one for sales, two for marketing, three for ..."
und
> natürlich ganz am Ende "for service please press the nine"
> direkt zum gewünschten Ansprechpartner. Das geht bei Euch
> so aufgrund der Nummerierung definitiv nicht.
>
Geht definitiv schon. Man kann einen ganzen Block Nummern bekommen.
Meist so: (530) 672-xxxx, wobei aus xxxx ein kontinuierlicher Batzen
reserviert werden kann. Z.B. ein kompletter Tausenderblock.
Man will aber die "press xx for customer service", weil das zum einen
Zeit genug gibt, nach Indien durchzuschalten und zum anderen hoffen
manche offenbar, dass ein noeliger Kunde vielleicht von allein wieder
"weg geht".
> Dafür gibt es den freien Nummernwechsel Richtung Mobilfunk,
> alles kann man nicht haben.
> ( Technisch geht der bei uns auch, per Rufweiterleitung, allerdings
> kostet dann jedes Gespräch den Angerufenen extra, was auch
> ok geht, da er ja dem Anrufer eine als preiswert eingestufte Nummer
> mitgeteilt hat. )
>
Hier hat das viele dazu bewegt, nur noch Handys zu haben. Auch einen
Bekannten hier in einer Ecke mit zuviel Bergen drum herum. Manchmal kann
ich ihn sogar erreichen, wenn er gerade in der Naehe seiner Haustuer ist.
--
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com