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Hallo Mark,
Mark Neugebauer <NOSPAM.Mark.Neugebauer@gmx.de> wrote:
> ich verwende einen (MOS)FET - in diesem Fall P-Kanal - als Schalter.
> Welche Bedeutung hat in diesem Fall der Gate-Widerstand?
Es gibt Konstellationen in denen der MosFET durch die Gate-
Drain Kapazität eine negative Impedanz an dem Gate erzeugt.
Damit fängt der parasitäre Schwingkreis aus Zuleitungsindukti-
vität und den verschiedenen Kapazitäten an zu schwingen.
Das bedämpft man nun mit den Gate Widerständen.
Es gibt Ingenieure die diese Angstwiderstände weg lassen weil
der Treiber nah genug am Gate sitzt und hoffentlich genug
dämpft.
Aber ganz genau vorhersagen kann man das Verhalten nicht
und deswegen findet man oft kleine Gate Vorwiderstände.
> Ich habe mir
> bereits zahlreiche Beispielschaltungen angesehen. Einige sehen einen
> Gate-Widerstand im Bereich von 1k bis 10k vor
Das erscheint mir viel zu viel. Üblich sind wenige Ohm bis vielleicht
10 Ohm. Man möchte ja den MosFET sehr schnell umschalten und der
Widerstand verhindert dies weil er mit der Gate-Source Kapazität
ja ein RC-Glied bildet.
Schaltet man nicht oft und muss man auch nicht auf die Verluste
beim Umschalten rücksicht nehmen, kann man natürlich auch
sehr große Gate-Widerstände verwenden. Dann macht der Einsatz
von Gate-Treibern aber gar keinen Sinn mehr und man kann
gleich irgendwelche Logik-Gatter missbrauchen.
Viele Grüße,
Martin L.
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