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"Horst-D.Winzler" <horst.d.nospamwinzler@web.de> wrote:
>Gitarrenabnehmer sind überwiegend induktiv. Für mein
dafürhalten ist
>eine gute Anpassung wichtig. Siehe auch dyn. Tonabnehmer bei
"alten"
>Plattenspielern. Damals kam keiner (wüßte es jedenfalls nicht)
auf die
>Idee Silberltgs. zu verwenden.
Wichtig für (E-)Gitarren sind Kabel mit möglichst kleiner
Kapazität,
was im von mir genannten Fall (Schulz Silverline) der Fall ist.
Zumindest den prinzipbedingten Höhenverlust bei "unpassenden"
Kabeln
kann man deutlich hören, wenn man mal mehr als 2m Kabel nimmt.
Nächster Punkt ist eine möglichst gute Schirmung, die Signale sind
eher mickrig (was aber leider auch nicht vor Dimmer-Bratzeln über
Singlecoils schützt).
>> Generell könnte man sagen: Die Wandler sind der kritischste
Punkt.
>
>Und die bedürfen eben einer sorgfältige Anpassung.
Im Bereich kleiner Impedanzen (Lautsprecher) versaut mir die
Kabelkapazität nicht viel (eher garnichts), da werden dann eher
Querschnitte interssant (Spannungsfall).
Wir braten ja teilweise durchaus mal 4-5kW über 25, 30m bis zur Box.
Das sind dann teils 25-30A.
Viele Lautsprecher, gerade im Bassbereich profitieren von großen
Leiterquerschnitten und Endstufen mit hohem Dämpfungsfaktor.
Das fällt dann schon auf, wenn man mal versuchsweise 0.75er
Querschnitt auf 30m verlegt :-)
>Hast du solch Versuch auch mal im Vergleich zu einer analogen Aufnahme
>mit einer Nagra oder Revox durchgeführt?
>Selbverständlich mit gutem Bandmaterial und die Maschine darauf
eingemessen.
Meine A77 MKIII ist auf LPR35 eingemessen und läuft hier nach wie vor
als Mastermaschine und für ausgewählte Stems als
"Tape-Kompressor".
Problem bei den kleinen Maschinen auf 1/4" ist einfach ein gewisses
Rauschen, das sich nicht vermeiden lässt. Das fällt im normalen
Betrieb kaum auf, wird aber im Direktvergleich mit einer gut
gepegelten digitalen Aufnahme in 24 Bit doch durchaus hörbar.
Was den Qualitätsunterschied 16 vs. 24 Bit vs. analog angeht:
Neben den prinzipiellen Vorteilen die analog gegenüber digital und
andersrum hat mal abgesehen, merkt man dem Material bei 1/4" und in 16
Bit durchgführte Bearbeitungsschritte durchaus an.
Bei 1/4" wird der Rauschabstand deutlich kleiner, bei 16 Bit erreicht
man irgendwann einen Punkt, an dem das Material gewissermaßen
degradiert klingt (und auch ist).
Das Problem bei 16 Bit ist einfach, dass jeder Bearbeitungsschritt
auch im Nachkommabereich Spuren hinterlässt, Stichwort Rundungsfehler
bzw. truncation.
Das spielt sich je nach Bearbeitung und Anzahl der Bearbeitungen
durchaus schon im hörbaren Bereich ab, insbesondere eben bei
kritischen Instrumenten wie Akkordeon, Flöten etc. merkt man das recht
schnell.
Zugegeben, das hört nicht jeder und man muß schon sehr genau wissen,
auf was man da hören muß, um den Unterschied zwischen 16 und 24 Bit
zu
hören - ähnlich wie manche Menschen 128er mp3s nicht von CD
unterscheiden können, obwohl man das, je nach Komplexität des
Materials, auch durchaus hören kann. Hervorragende Abhöre und gute
Ohren vorausgesetzt.
Hinweis: Für Aufnahmen, die in 24 Bit aufgenommen und bearbeitet
wurden, danach aber auf 16 Bit gewandelt wurden (für die CD) trifft
das nicht zu! Ich höre in diesem Fall jedenfalls keinen Unterschied
zwischen 16 und 24 Bit.
Wer sich für das Thema interessiert, sollte mal "Mastering Audio -
the
art and the science" von Bob Katz lesen.
Zuendi
--
"Musiker sind schwierige Menschen.
Jeder hat andere schwierigkeiten, der eine mehr, der andere weniger.
Aber einen am Brett haben sie alle!"
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