Sebastian Zuendorf schrieb:
> "Horst-D.Winzler" <horst.d.nospamwinzler@web.de> wrote:
>
>> Gitarrenabnehmer sind überwiegend induktiv. Für mein
dafürhalten ist
>> eine gute Anpassung wichtig. Siehe auch dyn. Tonabnehmer bei
"alten"
>> Plattenspielern. Damals kam keiner (wüßte es jedenfalls
nicht) auf die
>> Idee Silberltgs. zu verwenden.
>
> Wichtig für (E-)Gitarren sind Kabel mit möglichst kleiner
Kapazität,
> was im von mir genannten Fall (Schulz Silverline) der Fall ist.
> Zumindest den prinzipbedingten Höhenverlust bei
"unpassenden" Kabeln
> kann man deutlich hören, wenn man mal mehr als 2m Kabel nimmt.
> Nächster Punkt ist eine möglichst gute Schirmung, die Signale
sind
> eher mickrig (was aber leider auch nicht vor Dimmer-Bratzeln über
> Singlecoils schützt).
>
>
>>> Generell könnte man sagen: Die Wandler sind der kritischste
Punkt.
>> Und die bedürfen eben einer sorgfältige Anpassung.
>
> Im Bereich kleiner Impedanzen (Lautsprecher) versaut mir die
> Kabelkapazität nicht viel (eher garnichts), da werden dann eher
> Querschnitte interssant (Spannungsfall).
> Wir braten ja teilweise durchaus mal 4-5kW über 25, 30m bis zur Box.
> Das sind dann teils 25-30A.
> Viele Lautsprecher, gerade im Bassbereich profitieren von großen
> Leiterquerschnitten und Endstufen mit hohem Dämpfungsfaktor.
> Das fällt dann schon auf, wenn man mal versuchsweise 0.75er
> Querschnitt auf 30m verlegt :-)
>
>
>
>> Hast du solch Versuch auch mal im Vergleich zu einer analogen Aufnahme
>> mit einer Nagra oder Revox durchgeführt?
>> Selbverständlich mit gutem Bandmaterial und die Maschine darauf
eingemessen.
>
> Meine A77 MKIII ist auf LPR35 eingemessen und läuft hier nach wie vor
> als Mastermaschine und für ausgewählte Stems als
"Tape-Kompressor".
> Problem bei den kleinen Maschinen auf 1/4" ist einfach ein gewisses
> Rauschen, das sich nicht vermeiden lässt. Das fällt im normalen
> Betrieb kaum auf, wird aber im Direktvergleich mit einer gut
> gepegelten digitalen Aufnahme in 24 Bit doch durchaus hörbar.
>
> Was den Qualitätsunterschied 16 vs. 24 Bit vs. analog angeht:
> Neben den prinzipiellen Vorteilen die analog gegenüber digital und
> andersrum hat mal abgesehen, merkt man dem Material bei 1/4" und in
16
> Bit durchgführte Bearbeitungsschritte durchaus an.
> Bei 1/4" wird der Rauschabstand deutlich kleiner, bei 16 Bit erreicht
> man irgendwann einen Punkt, an dem das Material gewissermaßen
> degradiert klingt (und auch ist).
> Das Problem bei 16 Bit ist einfach, dass jeder Bearbeitungsschritt
> auch im Nachkommabereich Spuren hinterlässt, Stichwort Rundungsfehler
> bzw. truncation.
> Das spielt sich je nach Bearbeitung und Anzahl der Bearbeitungen
> durchaus schon im hörbaren Bereich ab, insbesondere eben bei
> kritischen Instrumenten wie Akkordeon, Flöten etc. merkt man das
recht
> schnell.
> Zugegeben, das hört nicht jeder und man muß schon sehr genau
wissen,
> auf was man da hören muß, um den Unterschied zwischen 16 und 24
Bit zu
> hören - ähnlich wie manche Menschen 128er mp3s nicht von CD
> unterscheiden können, obwohl man das, je nach Komplexität des
> Materials, auch durchaus hören kann. Hervorragende Abhöre und
gute
> Ohren vorausgesetzt.
>
> Hinweis: Für Aufnahmen, die in 24 Bit aufgenommen und bearbeitet
> wurden, danach aber auf 16 Bit gewandelt wurden (für die CD) trifft
> das nicht zu! Ich höre in diesem Fall jedenfalls keinen Unterschied
> zwischen 16 und 24 Bit.
>
> Wer sich für das Thema interessiert, sollte mal "Mastering Audio
- the
> art and the science" von Bob Katz lesen.
>
Das Problem ist aber einfach nur eine miese Software. Jedenfalls meine
starke Vermutung.
- Henry
--
www.ehydra.dyndns.info