genau!
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Grüße!!!
Thomas
"Kai-Martin Knaak" <kmk@lilalaser.de> schrieb im Newsbeitrag
news:pan.2008.02.05.00.15.16@lilalaser.de...
> On Sun, 03 Feb 2008 20:30:54 +0100, Winfried Salomon wrote:
>
>>>> Ich muss eine Facharbeit über den Frequenzkammgenerator
(Aufbau,
>>>> Funktion, Anwendung) schreiben... Kann mir jemand ein paar
gute
>>>> Literatur-Tipps geben?
>>>
>>> de.sci.electronics ?
>>>
>>>
>> das ist doch einfach nur ein Impulsgenerator mit möglichst
schmalen
>> Impulsen (Dirac)?
>
> Gemeint ist vermutlich der optische Kamm für den T.W. Hänsch und
Co. vor
> kurzem den Nobelpreis bekommen haben. Als Puls-Generator benutzt man
> dabei üblicherweise einen moden-gekoppelten Titan-Saphir-Laser. Der
> erzeugt Pulsfolgen mit einigen hundert MHz bis GHz Wiederholfrequenz und
> ein paar Femtosekunden Pulsbreite. Dann kommt der geniale experimentelle
> Trick, bei dem die Phasen der verschiedenen Oberwellen willkürlich
> verschoben werden. Dazu wird das Licht in eine Spezial-Faser mit extrem
> großer Dispersion geleitet. Das Ergebnis ist kontinuierliches Licht,
das
> nicht Mehr gepulst ist. In der spektralen Verteilung sind die Oberwellen
> aber erhalten geblieben. Das kontnuierliche Licht hat also ein Spektrum,
> dass aus lauter diskreten Nadeln besteht. Das ist der "Optische
Kamm".
> Der Abstand der einzelnen Kammzinken ist identisch mit der
> Wiederholfrequenz des Pulslasers.
>
> Diese Technik funktioniert nicht nur mit ein paar Oberwellen, sondern
> für so viele, dass der optische Kamm mehr als eine Oktave der
> ursprünglichen Laserfrequenz umfasst. Bei 1 GHz Wiederholfrequenz und
> etwa 300 THz Laserfrequenz sind das mehr als 3e5 Kammzinken. Die Oktave
> erlaubt einen messtechnischen Trick:
> Man stabilisiert einen Laser auf eine Zinke am unteren Ende des optischen
> Kamms. Ein weiterer Laser wird auf die Zinke des Lasers stabilisiert, die
> der doppelten Frequenz des ersten Lasers an nächsten kommt. Parallel
dazu
> wird die Frequenz des ersten Laser mit ein nichtlinearen Kristall
> verdoppelt. Anschließend überlagert man das verdoppelte Licht
mit dem auf
> die Zinke stabilisierten. Das Ergebnis ist eine Schwebungsfrequenz, die
> maximal ein halber Zinkenabstand groß sein kann, also elektronisch
> vergleichsweise leicht und genau messbar ist. Diese Differenzfrequenz ist
> der Offset, mit dem die Kammfrequenzen bei Null Hz anfangen.
>
> Auf diese Weise kennt man jede einzelne Kammzinkenfrequenz mit der
> gleichen Genauigkeit, wie man die Pulsfrequenz des Titan-Saphirlasers
> kennt, also mit einem Fehler kleiner als mHz. Da die Frequenzen des Kamms
> aber im optischen um 300 THz liegen, ist der Fehler hier im Bereich
> 1e-18, was einigermaßen beeindruckend ist.
>
> ---<(kaimartin)>---
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> Kai-Martin Knaak
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